Sieben gegen Siegen!

Terranova-Team deklassiert den Aufsteiger

Solche Stimmung hat schon lange nicht mehr im Stadion Niederrhein geherrscht: Mit 7:1 (2:1) deklassierten die Kleeblätter den Aufsteiger SF Siegen und gewannen dabei noch etwas zu knapp. Siegen hätte durchaus zweistellig verlieren können, aber die Verwertung von Torchancen – so paradox das sich nach einem 7:1 anhören mag – ist nicht unbedingt das Ding der Rot-Weißen.

„In Köln hatten wir zuletzt ganz wenige davon, haben aber zwei gemacht“, gab Alexander Scheelen (einer von sechs Torschützen für RWO, nur Fleßers traf doppelt) nachher zu Protokoll und wollte damit wohl ausdrücken: Wir machen die Tore, wenn wir sie brauchen.

Zwischenbilanz: Im vierten Pflictspiel unter seiner Regie hat das Terranova-Team erneut nicht verloren und somit jetzt sieben Punkte auf dem Konto. So beginnen Serien, doch Teranova weiß: „Wenn wir am nächsten Sonntag in Wattenscheid gewinnen, gewinnt dieses 7:1 erst an Wert.“

Zum Spiel

Nach 13 Minuten hätte es schon 3:0 für den Gastgeber stehen können (oder müssen), aber ein Nakowitsch-Kopfball und zwei Engelmann-Gelegenheiten verstrichen ungenutzt.

Das 1:0 in der 19. Minute wirkte wie eine Befreiung: Arnold Budimbu legte einen Flankenlauf auf der rechten Seite hin, wie man ihn in den letzten Jahren kaum gesehen hat, Flanke auf Engelmann, Tor!

Aber nur drei Minuten später die kalte Dusche mit dem Ausgleich durch Benedik Zahn: Nach einem Eckball bekam die RWO-Abwehr (verletzungsbedingt ohne Kapitän Benjamin Weigelt) den Ball nicht aus dem Torraum und im allgemeinen Durcheinander war es Zahns Bein, der der Kugel die richtige Richtung gab.

Das Spiel blieb lebhaft und durchaus verteilt, auch nachdem Rafael Garcia nach feinem Fleßers-Zuspiel aus spitzem Winkel mit einem gezirkelten Ball ins hohe lange Eck das 2:1 markiert hatte – erstmals Torjubel auf spanische Art mit Torero-Geste und geschwenkter Muleta!
Und wieder folgte ein dickes Aber, denn kurz vor der Pause hätte Nebi fast das 2:2 erzielt, doch Robin Udegbe war mal wieder Meister im 1:1-Spiel. „Ich weiß nicht, was passiert, wenn der drin ist“, war Erfolgstrainer Mike Terranova noch weit nach dem Abpfiff angefressen.

Gleich nach dem Wiederanstoß zur zweiten Hälfte (Oliver Steurer gab nun für den leicht angeschlagenenen Tim Hermes einen starken linken Verteidiger) landete der Ball im Siegener Strafraum unvermutet vor Simon Engelmanns Füßen, aber sein Direktschuss landete am Pfosten.

Die Vorentscheidung war für eine knappe Viertelstunde vertagt, denn dann ging's Schlag auf Schlag: Der von allen Defensivverpflichtungen befreite Patrick Bauder wurde von Engelmann freigespielt nund netzte zum 3:1 ein, bevor er in vorderer Position den heranpreschenden Alexander Scheelen sah, der aus gut 26 Metern eindonnerte („Das war doch mal ein Ausrufezeichen“, kommentierte der Schütze seinen „Hammer“ später).

Die Siegener waren jetzt endgültig geschlagen und ließen die Flügel hängen. Fleßers nach Garcia-Zuspiel, ein Haas-Kopfball nach Steinmetz-Freistoß und nochmal Fleßers nach Garcia-Pass besorgten das Endergebnis.

Nochmals ein Aber: Nebi traf in der 88. Minute nur das Lattenkreuz. Die Fans sangen da schon längst: „Der RWO ist wieder da!“ und „Oh, wie ist das schön“. Auf den Zaun musste schließlich Patrick Bauder: „Wir sind alle Oberhausener Jungens.“ Lange nicht mehr gehört...

Das sagten die Trainer

Ottmar Griffel (SF Siegen); „Wir haben völlig verdient auch so hoch verloren. Die erste Halbzeit haben wir dabeii noch offen gestaltet.
An den klaren und verdienten Sieg der Oberhausener gibt es nichts zu deuteln.“

Mike Terranova (RWO): „Heute hat bei uns fast alles geklappt und deswegen ist der Sieg auch in dieser Höhe verdient. Ich bin froh, dass wir die Fans endlich mal belohnen konnten. Und ich bin auch froh, dass wir die Verantwortlichen, die zuletzt viel auf die Fresse gekriegt haben, belohnen konnten. Wir wollen nun in Wattenscheid wieder drei Punkte holen.“

So haben sie gespielt

RWO:
Udegbe – Reinert, Haas, Nakowitsch, Hermes (46. Steurer) – Engelmann, Fleßers – Budimbu (71. Kaya), Bauder (75. Steinmetz), Garcia – Engelmann.
Bank: Wozniak (Tor), Heber, Odenthal, Neustädter

SFS:
Wolff – Konate Lueken, Dalman, Baumann, Beier – Rente, Zeller (70. Arslan), Zeh (70. Jost), Jakobs – Nebi, Zahn (83. Jarecki).
Bank: Thies (Tor), Hoff, Kurt, Mabanza

Tore:
1:0 Engelmann (19., Assist: Budimbu), 1:1 Zahn (22., nach Eckball), 2:1 Garcia (33., Fleßers), 3:1 Bauder (60., Engelmann), 4:1 Scheelen (67., Bauder), 5:1 Fleßers (74., Garcia), 6:1 Haas (77., Steinmetz), 7:1 Fleßers (89., Garcia).

Gelbe Karte: Scheelen

Schiedsrichter: Holzenkämpfer

Foto: Herbert Bahn

Alle Stimmen zum Spiel und die gesamte PK seht Ihr bei RWO.tv auf unserer offiziellen Facebookseite unter facebook.de/rwoberhausen

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