REGIONALLIGA WEST: 5. SPIELTAG

SV Straelen – RW Oberhausen 1:1 (0:0)

Trotz 1:0-Führung kehrt Rot-Weiß Oberhausen erneut mit einem Unentschieden von einem Ausw#rtsspiel zurück. Beim SV Straelen spielte das Team von Dimitrios Pappas vor 475 Zuschauern 1:1 (0:0).

Die Ausgangslage

RWO muss liefern! Darüber waren sich nach dem 1:1 gegen Bergisch Gladbach an der Lindnerstraße alle einig. Cheftrainer Dimitrios Pappas forderte vor dem Spiel beim Aufsteiger eine andere Mentalität: „Das war zu wenig, von jedem einzelnen. Umso wichtiger ist es jetzt, die richtige Reaktion zu zeigen.“ Und damit war alles gesagt!

Das Personal

Für diese Mission setzte Pappas auf vorrangig auf die gleiche Startelf wie in Rödinghausen. Zwei Änderungen nahm der Grieche vor: Für Raphael Steinmetz rückte Vincent Stenzel nach ausgestandener Verletzung wieder in die Startelf. Alexander Scheelen nahm zunächst auf der Bank Platz. Für den Routinier kam Jan Wellers zu seinem Startelf-Debüt. Nicht zur Verfügung standen weiterhin die beiden operierten Mark Depta und Pablo Overfeld (beide Meniskusriss), Maik Odenthal (Knie- und Bänderverletzung), Tanju Öztürk (Wadenprobleme) und Nedim Pepic (muskuläre Probleme). Kapitän Jerome Propheter (Adduktoren) rückte in den 18er-Kader.

Straelens Trainer Benedict Weeks vertraute der gleichen Startformation wie am Wochenende beim 1:1 bei der U23 von Borussia Mönchengladbach. So kam es zum Wiedersehen mit dem Ex-Kleeblatt Robin Udegbe, der vor Saisonbeginn aus Uerdingen an die Römerstraße gewechselt war. Vor dem Straelener Schlussmann agierte der Meister der Oberliga Niederrhein mit einem handelsüblichen 4-2-3-1.

Das Spiel

Die Gastgeber begannen schwungvoll. Gleich in der ersten Minute landete die Flanke von Kaito Mizuta auf dem Oberschenkel von Aaram Abdelkarim. Von dort sprang das Leder am Tor von Justin Heekeren vorbei. Genauso viel Glück hatten die Rot-Weißen wenige Sekunden später, als Abdelkarim den zweiten Ball auf das Tor feuerte. Heekeren war aber zur Stelle.

Danach war Rot-Weiß wach. Die Gäste kamen besser ins Spiel. Allerdings ergaben sich – noch – keine nennenswerten Chancen. Nach zehn Minuten war „Dimi“ Pappas zum Wechseln gezwungen: Bastian Müller fasste sich nach einer undurchsichtigen Szene an den Oberschenkel. Für ihn nahm Adam Lenges den Platz im defensiven Mittelfeld ein.

Mit Lenges‘ Einwechslung änderten sich auch die Gewichtsverhältnisse des Spiels ein wenig. Straelen merkte, dass mehr kommen müsste, aber um weiter anzurennen, war noch zu viel Zeit. Oberhausen drängte die Gastgeber mehr und mehr in die eigene Hälfte zurück. Einige Angriffe gingen über die linke Seite, doch die Flanken von Tugrul Erat kennt man in Straelen noch gut, sodass es da kein Durchkommen gab. In der 33. Minute war es ein Sprint zu viel für Erat. Steinmetz musste früher rein als geplant, Straelen wurde wieder mutiger. Konstantin Möllering machte es im Vollsprint richtig ordentlich. Bevor sich Tim Stappmann oder Leander Goralski einen Feldverweis einfingen, ließen beide den quirligen Angreifer laufen mit dem Wissen, dass es ja noch Justin Heekeren mit einem stark ausgeprägten 1-gegen-1-Verhalten gab – zurecht, wie sich wenig später herausstellte (38.).

Unter einer aktionsreichen ersten Halbzeit mit vielen Richtungswechseln stand ein torloses Unentschieden. Aber auch das Konzept von Pappas war mit den beiden Wechseln über den Haufen geworfen.

In der Pause hieß es, Wunden lecken, Kräfte auf einen Haufen schütten und raus in den zweiten Durchgang. Und der begann mit einem Freistoß etwa 22 Meter vor dem Tor von Robin Udegbe. Sven Kreyer wollte den Ball hinter der Mauer ins kurze Eck ablegen, doch ein Abwehrkopf fälschte ihn letztendlich zur 1:0-Führung für die Rot-Weißen ab (47.).

Die Führung war aufgrund der ersten Halbzeit sicherlich etwas schmeichelhaft. Aber auch Pappas‘ Jungs erkannten mit Wiederanpfiff: So geht Männer-Fußball. Und die Rot-Weißen hatten sichtlich Spaß an der Führung. Nach einem Eckball landete der Ball bei Vincent Stenzel, der von der linken Seite die lange Torecke anvisierte. Udegbe war zwar geschlagen, doch Vedran Beric stand auf der Linie und klärte per Kopf.

Zehn Minuten vor Schluss ergab sich dann die erste Konterchance für die Oberhausener. Nach einer Balleroberung durch den eingewechselten Alexander Scheelen landete der Ball über Steinmetz bei Kreyer. Doch der Schuss des Torschützen aus der 47. Minute wurde in letzter Sekunde abgewehrt.

Und wenn man vorne den Sack nicht zu macht, fängt man sich am Ende doch noch den 1:1-Ausgleich. Eine Freistoßsituation von der rechten Seite führte dazu, dass Maximilian Funk am langen Pfosten einköpfen konnte.

Dass der Torschütze in der Nachspielzeit mit der Ampelkarte noch vom Platz flog, änderte nichts am Spielausgang. Für RWO bedeutet das 1:1 in Straelen das vierte Remis in Serie.

Am kommenden Samstag, 26. September, geht es weiter mit dem Heimspiel gegen den VfB Homberg (14 Uhr, Stadion Niederrhein). RWO-TV ist ab 13:40 Uhr LIVE auf Sendung. Schaltet ein unter www.rwo-live.tv!

Das Schema

SVS: Udegbe – Beric, de Regt, Lachheb, Stevens (74. Päffgen) – Peitz (57. de Wit), Weggen (68. Funk) – Mizuta, Möllering (83. Bouchama), Abdelkarim - Groothusen.

RWO: Heekeren – Stappmann, Goralski, Fassnacht – Müller (11. Lenges), Wellers – Reinert, Stenzel (78. Scheelen), Erat (33. Steinmetz, 87. Propheter) – Kreyer, Terada.

Schiedsrichterin: Christian Scheper (Emstek).

Tore: 0:1 Kreyer (47.), 1:1 Funk (83.).

Zuschauer: 475.

Gelb-Rote Karte: Funk (90.+1, wdh. Foulspiel)

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