Regionalliga West | 29. Spieltag | #RWORWE (Nachholspiel)

Sondertrikots: Beide Derby-Teams verzichten auf ihre Farben

Mehr geht fast nicht! Wenn am Dienstagabend (19:30 Uhr, Stadion Niederrhein) das rot-weiße Derby zwischen Oberhausen und Essen steigt, werden die Beobachter auf zwei unerlässliche Dinge vergebens warten: Die Farben rot und weiß in der Spielkleidung beider Vereine.

Die beiden Stadtnachbarn setzen ein gemeinsames Zeichen gegen den Krieg in der Ukraine und bestreiten das Derby in den Nationalfarben des gebeutelten Landes.

Somit spielt Rot-Weiß Oberhausen das Derby in blauen Trikots, Hosen und Stutzen. Der Gast aus Essen wird ein komplett gelbes Spieloutfit tragen. Rückennummer, Name und Sponsorenlogos sind blau gehalten.

Bei den Kleeblättern verzichtet zudem die Energieversorgung Oberhausen (evo) auf ihren Werbeplatz auf der Trikotbrust. Dort rückt Oberhausens langjähriger Partner „Uhren Schmiemann“ auf. „Unser besonderer Dank gilt der evo, die die Fläche ehrenwerterweise zur Verfügung gestellt haben, und Axel Schmiemann (Foto: Mitte), der sich sofort bereiterklärt hat, diese zu bewerben.“

„Wir sind zutiefst entsetzt, was da in der Ukraine passiert“, sagt Oberhausens Vorstandsvorsitzender Hajo Sommers. „Die Menschen haben definitiv andere Sorgen als wir mit unserem Derby. Das sollte sich hier jeder mal vor Augen führen und dafür machen wir hier mit RWE gerne gemeinsame Sache. In der Ukraine geht es um Leben und Tod. Wir wollen gemeinsam mit den Essenern ein Statement für den Frieden setzen. Wir können nicht viel tun, aber wir können Aufmerksamkeit erzeugen und sensibilisieren. Wenn uns das mit dieser Aktion gelingt, haben wir schon einiges bewegt.“

Diese gemeinsame Botschaft zielt aber nicht nur darauf ab, dass der Frieden wieder in der Ukraine einkehrt. Beide Seiten – Rot-Weiß und Rot-Weiss – wünschen sich auch, dass diese gemeinsame Botschaft auch beide Fanlager trotz aller Rivalität für ein in jeder Hinsicht gewaltfreies Derby – gerade mit Blick auf die Geschehnisse in der Ukraine – vor, während und nach den 90 Minuten erreicht.

Sommers: „Natürlich geht es sportlich um sehr viel in diesem Spiel. Aber das sollte man in Zeiten des Kriegs quasi vor der Haustür einmal ruhen lassen. Beide Mannschaften, beide Vereine solidarisieren sich mit dem Volk der Ukraine. Mein Kollege Marcus Uhlig und ich bauen darauf, dass diese gemeinschaftliche Aktion von RWO und RWE auch das Umfeld beider Vereine ein wenig zum Nachdenken und Innehalten bewegt. Wir haben die Erwartungshaltung, uns nach dem Spiel nicht wieder mit der Aufarbeitung irgendwelcher Auseinandersetzung von Fangruppen beschäftigen zu müssen. Lasst uns alle gemeinsam für ein sportlich spannendes, aber komplett friedliches Derby und Statement in die richtige Richtung sorgen.“

Um den ukrainischen Kriegsopfern mit der Aktion tatsächlich helfen zu können, werden die einzigartigen Matchworn-Trikots im Nachgang des Spiels versteigert. Weitere Informationen hierzu folgen nach dem Derby.

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