WSV - RWO 2:1

Schwache erste Halbzeit ebnet Niederlage in Wuppertal

Der SC Rot-Weiß Oberhausen musste heute eine verdiente Niederlage beim starken Aufsteiger Wuppertaler SV hinnehmen. Grund dafür war vor allem eine sehr enttäuschende erste Halbzeit. Der Gastgeber kam vor 4.001 Zuschauern im Stadion am Zoo hoch motiviert aus der Kabine und setzte RWO direkt unter Druck. Ilbay (6.), Manno (7.) und Hagemann (10.) vergaben aber gute Gelegenheiten. Nach 24 Minuten die verdiente Führung für den Aufsteiger. Reinert brachte Hagemann im Strafraum zu Fall. Kapitän Manno verwandelte den fälligen Foulelfmeter souverän zum 1:0. Danach hatten die Wuppertaler u.a. durch Manno noch einige gute Chancen, von RWO war offensiv nichts zu sehen.

Nach der Pause zog sich der WSV zunächst erst einmal zurück, Oberhausen wurde stärker. Bumbidu hätte beinahe den Ausgleich erzielt (56.). Nach 60 Minuten musste Torwart Wickl in höchster Not auf der Linie klären. Kurze Zeit später war es dann aber soweit und Hermes nutzte seine Chance, nachdem RWO einen Freistoß klug und ganz schnell ausführte (62.). RWO drängte danach auf die Führung, WSV-Keeper Wickl verhinderte gegen Steinmetz und Engelmann (66./67.)

Dann das überraschende 2:1 (72.): Der eingewechselte Aydogmus setzte sich auf der rechten Seite unnachahmlich durch und spielte in die Mitte. Dort verpasste Topal noch, aber Hagemann setzte nach, schlug einen Haken und knallte das Leder ins kurze Eck.

Oberhausen warf in der Schlussphase noch mal alles nach vorn. Wickl und Duschke (81.) stemmten sich dem neuerlichen Ausgleich aber entgegen. Der WSV setzte auf Konter. Hermes foulte Schwertfeger und sah als letzter Mann die rote Karte (90.). Die Nachspielzeit schaukelte der WSV clever über die Runden.

Am Ende hieß es 1:2 aus Sicht des SC Rot-Weiß Oberhausen. Eine, aufgrund der schwachen ersten Hälfte, verdiente Niederlage.

Stimmen zum Spiel

Stefan Vollmerhausen (Wuppertaler SV):
"Erstmal freuen wir uns unglaublich. Ich möchte meiner Mannschaft ein Kompliment für die ersten Hälfte machen. Wie wir das jetzt spielerisch hinbekommen, ist etwas, das wir im Training Tag für Tag erarbeiten. Das macht uns als Trainerteam stolz, wenn es so klappt. Für uns war es schon ärgerlich, dass wir nur mit einem 1:0 in die Pause gehen. Gleichzeitig war es eine überragende Torhüterleistung bei Oberhausen. Wir haben unseren Plan perfekt umgesetzt und immer wieder gute Situationen. Die ersten Minuten waren auch nach der Pause richtig gut. Dann haben wir es nicht mehr so geschafft, in die Breite zu verschieben und das Tempo zu variieren. Da war vielleicht auch der Belastung unter der Woche geschuldet. Dann fällt schon ein Stück weit folgerichtig das 1:1. Und irgendwie, wie es dann immer so ist, haben wir dann wieder Offensivaktionen und gehen wieder in Führung. Wir haben dann vor dem 0:1 etwas umgestellt, das mir für den Spieler leid tut, dass er dann wenige Minuten später wieder runter muss. Aber das war ichts Persönliches, sondern da geht es einfach um den Verein und das musste ich in dieser Situation korrigieren. Letztlich haben Ercan Aydogmus und Enzo Wirtz noch einmal ordentlich Betrieb gemacht und Schwung reingebracht und letztlich hatten wir auch noch die Möglichkeiten, um höher zu gewinnen. Ich habe den Jungs nun erst einmal nach der Englischen Woche zwei Tage frei gegeben. Ich denke, dass wir nächste Woche vor einer schwierigen Aufgabe stehen. Da erwartet schließlich nun fast schon jeder von uns drei Punkte. Aber Sprockhövel hat mittlerweile auch schon sieben Punkte in einer sehr ausgeglichenen Liga gelandet. Wir werden wir uns dann ab Dienstag akribisch auf das Spiel vorbereiten und wollen den nächste Dreier holen."

Mike Terranova (Rot-Weiß Oberhausen):
"Wir haben angefangen mit einer katastrophalen ersten Hälfte. Da haben wir Glück, dass wir nicht höher zurückliegen. Den Elfmeter will ich eigentlich nicht weiter kommentieren. Dümmer geht es nicht. Der Gegenspieler läuft vom Tor weg und wird gefoult. Das nimmt er natürlich dankend an. Wir liegen dann verdient hinten. Wir sind überragend aus der Halbzeit zurückgekommen und haben gezeigt, was wir können. Dann machen wir verdient den Ausgleich und haben weitere Chancen. Dann machen wir aber das zweite Tor nicht und wie es dann halt so ist, geht der WSV durch eine Einzelleistung wieder in Führung. Dann war der Drops gelutscht. Ärgerlich ist natürlich dann auch noch die rote Karte für einen sehr wichtigen Akteur. Das Spiel möchte ich gerne schnell vergessen, gratuliere dem WSV aber zum Sieg."

Aufstellungen

WSV
Wickl – Heidemann, Schmetz, Duschke, Bayrak – Hagemann, Grebe, Schwertfeger, Ilbay (61. M’Bengue; 70. Aydogmus) – Manno (79. Wirtz), Topal

RWO
Udegbe, Hermes, Nakowitsch, Steurer, Reinert- Fleßers (C), Bauder, Budimbu, Odenthal (62. Steinmetz)- Engelmann, Kaya (46. Garcia)

Tore: 1:0 Manno (23.); 1:1 Hermes (62.); 2:1 Hagemann (73.)

Zuschauer: 4001

Foto: Ashley Greb

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