Aufstiegsregelung: Ein Turniermodus könnte die faire Lösung sein

RWO entsendet Antrag an den WDFV

Corona! Dieser Name steht seit Monaten für Chaos auf allen Ebenen. So auch im Fußball. Doch während für die Vereine der ersten drei deutschen Ligen eine wirtschaftlich und sportlich akzeptable Lösung erarbeitet wurde, warten die Vereine der Regionalligen noch auf die Lösung schlechthin, damit man endlich mit der zerschossenen Saison abschließen und für die Zukunft planen kann. Diese Lösung sollte auch nach Meinung von Rot-Weiß Oberhausen diese beiden entscheidenden Faktoren berücksichtigen. Darum hat der Traditionsverein von der Lindnerstraße – genau wie Ligakonkurrent Rot-Weiss Essen – dem Präsidium des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) einen entsprechenden Antrag zukommen lassen, woraus hervorgeht, dass der Relegationsteilnehmer der Staffel West in der Spielzeit 2019/2020 sportlich durch eine Turnierform zu ermitteln sei.

Im Großen und Ganzen sind sich die Ligateilnehmer einig: die aktuelle Saison der Regionalliga West ist abzubrechen. Dafür stimmten 16 von 18 Vereinen. Allerdings steht die Entscheidung, wie mit der Berechtigung zur Teilnahme an der diesjährigen Aufstiegsrelegation umgegangen werden soll, noch aus. Damit es nicht an verschobenen Tabellenständen abgelesen werden muss, sondern stattdessen in einem fairen sportlichen Wettbewerb entschieden wird, bittet RWO den WDFV um Prüfung der gegebenen Möglichkeiten.

Zur Ausgangslage: Aus der Regionalliga West haben lediglich der aktuelle Tabellenzweite, Sportclub Verl, der Dritte, Rot-Weiss Essen, und eben auch Rot-Weiß Oberhausen als Viertplatzierter die Zulassung zur 3. Liga beantragt. Alle drei Teams befinden sich aufgrund der bislang gesammelten Punkteanzahl nach wie vor im unmittelbaren Wettbewerb um den zur Relegationsteilnahme berechtigenden zweiten Tabellenplatz. Dadurch bietet sich die Möglichkeit, diesen Wettkampf sportlich zu entscheiden.

„Bei all der Diskussion um die Coronakrise, ihre Folgen und allem, was dazu gehört, darf man eins nicht vergessen“, sagt RWO-Vorstand Thorsten Binder. „Wir sind Sportler und wollen immer möglichst die sportliche Entscheidung. Laut Statuten ist das auch so vorgesehen, sobald es wieder möglich ist, Wettkämpfe auszutragen. Nach aktuellem Stand ist das von der Regierung bereits zeitlich fixiert. Warum sollte man sich also gänzlich vom Fairnessgedanken verabschieden, wenn eine sportliche Lösung doch möglich ist?“

Dass keine Zuschauer zu diesem Entscheidungsturnier zugelassen werden können, versteht sich von selbst. Aber vielleicht bietet sich ja ein TV-Sender an, die Spiele der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Binder: „Das wäre für uns eine denkbare Variante. Auch wenn es sich um Geisterspiele handelt, hätten so trotzdem alle irgendwo ein Stück weit gewonnen.“

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