REGIONALLIGA WEST: 31. SPIELTAG | #RWOWSV

RW Oberhausen – Wuppertaler SV 1:1 (0:0)

Im Verfolgerduell zwischen Rot-Weiß Oberhausen und dem Wuppertaler SV gibt es in dieser Saison einfach keinen Sieger. Wie schon im Hinspiel trennten sich beide Team auch nach den zweiten 90 intensiven Spielminuten mit einem 1:1 (0:0).

Die Ausgangslage

Und plötzlich bist du wieder im Geschäft! Nach dem Ergebnis des Tabellenführers beim Abstiegsaspiranten sah die Welt für beide Teams wieder anders aus. In dieser Liga steckt einfach zu viel Potential, als dass man sie nach 30 Spielen für entschieden erklären kann.

Das Spiel

Schon im ersten Spielabschnitt war RWO gut in der Partie. Bereits nach vier Minuten gab es die erste dicke Chance für die Kleeblätter. Shaibou Oubeyapwa setzte sich auf der Außenbahn durch, spielte den Doppelpass mit Jan-Lucas Dorow und legte dann quer auf Sven Kreyer. Doch der Schuss des Angreifers verfehlte den Torwinkel nur um wenige Zentimeter. Kurze Zeit später rollte der RWO-Express wieder in Richtung WSV-Gehäuse, doch nach einem Freistoß von Fabian Holthaus kam der aufgerückte Nico Klaß mit seinem Flugkopfballversuch nicht perfekt an den (9.). In der nächsten Aktion versuchte es Kapitän Jerome Propheter per Direktabnahme – knapp drüber (10.).

Die erste WSV-Chance hatte Routinier Felix Backszat nach 16 Minuten. Doch sein Kopfball aus neun Metern war kein Problem für Justin Heekeren. Etwas mehr Arbeit hatte dagegen Sebastian Patzler auf der anderen Seite mit dem Abschluss von Oubeyapwa. Da musste sich der WSV-Keeper mächtig strecken, sonst wäre das die längst überfällige RWO-Führung gewesen (23.). Drei Minuten später wurde Dorow im Strafraum zu Fall gebracht, doch der Pfiff des Unparteiischen blieb zum Entsetzen der RWO-Fans aus (26.).

RWO kreierte sich seine Torchancen, aber noch fehlte das erlösende Tor. So auch bei der letzten Situation vor der Pause. Da eroberte Kreyer den Ball stark im Mittelfeld – das sahen auch die Zuschauer gerne – und bediente Dorow. Doch dessen Schlenzer ins lange Eck verfehlte das Ziel nur knapp (41.).

Auch die erste nennenswerte Aktion der zweiten Spielhälfte gehörte ebenfalls den Hausherren. Nach einer Flanke von Nils Winter musste Kevin Pytlik vor dem einschussbereiten Dorow retten (48.). Sieben Minuten später dann die verdiente RWO-Führung – dachte man zunächst. Doch beim Kopfballtreffer von Tanju Öztürk hat das Schiedsrichter-Team eine Abseitsstellung erkannt (55.).

Aber im Fußball kommt manchmal vieles anders als man denkt. Mit der ersten Strafraumaktion im direkten Gegenzug gingen die Gäste aus dem Bergischen Land in Führung. Ex-Profi Roman Prokoph setzte sich nach einem Zuspiel von Backszat stark durch und spitzelte den Ball auf das Tor. Justin Heekeren streckte sich gut und bekam zwar eine Hand an den Ball, doch Moritz Montag drückte das Spielgerät mit seinem Gegenspieler im Nachsetzen über die Linie (57.).

RWO war geschockt! Die ansonsten überragende Stimmung im weiten Rund kurz getrübt. Doch Sven Kreyer hob den Deckel wieder an. Der eingewechselte Nico Buckmaier und Abwehrspieler Tim Stappmann eroberten früh den Ball zurück. Letzterer steckte durch in die Tiefe. Dorow ließ für seinen Stürmerkollegen gewähren und der schweißte die Kugel eiskalt nur neun Minuten später mit seinem zwölften Saisontreffer zum 1:1-Ausgleich ein (66.)!

Der RWO war wieder da! Und er hatte eine Minute nach dem Tor sogar die Möglichkeit auf das Zweite! Erst blieb Anton Heinz mit seinem Freistoßversuch in der Mauer hängen, doch der Ball sprang von dort vor die Füße von Buckmaier. Und der lud einfach mal durch, setzte den Ball aber wenige Zentimeter neben den rechten Torpfosten (67.).

Zehn Minuten vor dem Ende hatte Anton Heinz das 2:1 auf dem Fuß! Nach einem exzellenten Zuspiel von Shaibou Oubeyapwa scheiterte der Linksfuß allerdings an Patzler (80.). RWO drängte zwar auf den Siegtreffer, wurde dadurch aber empfänglich für Gegenangriffe. In der 86. Minute leitete Wuppertals Valdet Rama den nächsten WSV-Angriff ein. Auf der linken Seite sah er Semir Saric, der es aus der Distanz versuchte und an Heekeren scheiterte. Im Nachschuss war erneut Rama am Ball, doch wieder konnte Oberhausens Keeper abwehren, diesmal mit dem Fuß – doppelter Monsterblock (86.)!

Und schon ging es auf der anderen Seite weiter! Freistoß RWO – Propheter packte den Dampfhammer aus und versuchte es aus 30 Metern direkt!  Warum auch nicht, schließlich schaute Patzler in die tiefstehende Sonne. Wuppertals Nummer eins tropfte den Ball nach vorne ab, konnte aber im Nachsetzen gegen Stappmann die Chance endgültig vereiteln (87.). So passte es am Ende auch ins Bild, dass Heinz mit dem letzten Schuss des Tages die Querlatte zum Wackeln brachte (90.+2).

Unter dem Strich trennten sich zwei Topmannschaften der Regionalliga West mit 1:1-Unentschieden. RWO war das Chancenplus nicht abzusprechen. Aber man muss an diesem Tag vor allem den beiden Torhütern Justin Heekeren und Sebastian Patzler ein Kompliment machen, denn die beiden hielten ihre Teams mit einigen Paraden bis zum Ende im Spiel.

Für die Rot-Weißen bleibt nur wenig Zeit zum Durchschnaufen, denn schon am Mittwoch, 30. März, geht es weiter mit dem nächsten Heimspiel. Dann wird die Partie gegen die Sportfreunde Lotte nachgeholt, die am 25. Spieltag in letzter Sekunde dem „bösen C“ zum Opfer gefallen ist. Der Anstoß erfolgt um 19:30 Uhr im Stadion Niederrhein.

Das Schema

RWO: Heekeren – Stappmann, Öztürk, Klaß (60. Heinz) – Winter, Propheter, Holthaus (34. Buckmaier), Fassnacht – Dorow (80. Boesen) – Oubeyapwa, Kreyer.

WSV: Patzler – Hanke, Pytlik, Schweers, Berisha (30. Montag), Salau – Bilogrevic (77. Saric), Backszat, Rodriues Pires – Sarpei (68. Rama), Prokoph (76. Königs).

Schiedsrichter: Tarik Damar (Hürth).

Tore: 0:1 Montag (57.), 1:1 Kreyer (66.).

Zuschauer: 2.834.

Aktuell

Kreisliga A | 8. Spieltag | RWO-Team 2 – VfB Bottrop 1900

Vorbericht Jugendmannschaft