Regionalliga West: 6. Spieltag

RW Oberhausen – VfB Homberg 0:1 (0:0)

Rot-Weiß Oberhausen hat das Heimspiel vom 6. Spieltag verloren. Gegen den VfB Homberg unterlagen die Kleeblätter vor 300 Zuschauern im heimischen Stadion Niederrhein mit 0:1 (0:0). Den Treffer des Tages erzielte Said Harouz für die Duisburger in der 63. Minute.

Die Ausgangslage

Nach mittlerweile vier Remis in Serie musste RWO liefern. Den Druck hat sich die Mannschaft um Dimitrios Pappas selbst auferlegt und wollte endlich den ersten Dreier der Saison einfahren. Nicht leichter machte es die Tatsache, dass nach dem 1:1 in Straelen gleich drei weitere Spieler den Gang ins Lazarett antreten mussten.

Das Personal

Neun Spieler (!) standen RWO-Cheftrainer „Dimi“ Pappas nicht zur Verfügung. Zu den Bekannten gesellten sich im Laufe des Straelen-Spiels Tugrul Erat und Bastian Müller (beide Oberschenkelverletzung). Auch Pierre Fassnacht brachte eine Knieverletzung aus der Rosenstadt mit. Nach einem Belastungstest wurde dann aber entschieden, dass man kein Risiko gehen will. Mittlerweile steht die Diagnose fest: Meniskussriss! Es ist zum Haare raufen!

Das Spiel

Nach neun Minuten bekam Pappas das erste Mal Schnappatmung. Nicht, weil das Team vom Duisburger Rheindeich eine Chance kreierte, sondern weil sich Leander Goralski an die Wade fasste. Er versuchte es zwar noch einmal, doch zehn Minuten später ging nichts mehr. Für ihn kam Jerome Propheter früh in die Partie. Die erste richtige Chance aus dem Spiel heraus hatte Jan Wellers in der 24. Minute. Sein Schuss aus rund 25 Metern strich allerdings knapp am VfB-Tor vorbei. Nach 35 Minuten gab es den zweiten Warnschuss auf das Gehäuse von Philipp Gutkowski. Raphael Steinmetz wurde nach einer Kombination auf der rechten Seite am Strafraum freigespielt. Sein Schuss strich am unteren rechten Toreck vorbei. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wurde es noch einmal hektisch. Nachdem Jan Bachmann auf der linken Seite nur mit einem Foul gestoppt werden konnte, gab es Freistoß für die Gastgeber. Die erste Flanke von Steinmetz konnte Gutkowski mit einer Faust entschärfen. Doch seine Kollegen bekamen den Ball nur mit Mühe aus der Gefahrenzone, sodass es zunächst beim torlosen Remis blieb.

Die zweite Halbzeit begann schwungvoll. Sven Kreyer bediente Steinmetz an der Strafraumkante. Sein Schuss strich wenige Zentimeter am linken Pfosten vorbei (47.). RWO fand zusehend mehr Lücken im Homberger Abwehrverbund, der aus einer Fünfer- und einer Viererkette bestand. So auch beim Kopfball von Kreyer nach einer Stenzel-Flanke wenige Minuten später (50.). Rot-Weiß war jetzt die spielbestimmende Mannschaft. Doch die Gefahr auf Konter zu laufen – wie in der 60. Minute. Da ging es schnell über Hombergs rechten Flügel. Drei Mann stürmten auf Dominik Reinert zu. Der spekulierte im entscheidenden Moment richtig und fing den Querpass ab. Weniger gut lief es in der 63. Minute für die Kleeblätter. Da nutzte Said Harouz eine Unachtsamkeit auf der rechten Abwehrseite und schoss den Ball zur 1:0-Führung an Heekeren vorbei ins lange Eck. In der 75. Minute ließ Jan Wellers seinen Gefühlen freien Lauf und hämmerte den Ball auf das Homberger Tor. Gutkowski musste eine Volleyball-Fähigkeiten auspacken und den Ball entschärfen. Nach 83 Minuten musste dann Justin Heekeren zwei Mal hinlangen. Erst wehrte er den Schuss von Nurettin Kayaoglu ab, dann parierte er den Strahl von Marvin Lorch. Auch in der fünfminütigen Nachspielzeit konnten die Rot-Weißen den Ball nicht im Tor unterbringen. Unter dem Strich steht eine 0:1-Niederlage. Homberg erwirkte den Sieg durch zwei stark gestellte Defensiv-Blöcke und zielstrebiges Konterspiel. RWO fand trotz Chancenplus und zeitweise drückender Überlegenheit keine geeigneten Mittel, den Ball über die Linie zu drücken.

Die Englischen Wochen haben nun erstmal ein Ende. Für das Team von „Dimi“ Pappas geht es nun in die erste „normale“ Woche seit Saisonbeginn. Endlich kann das Trainerteam Einfluss auf die Belastungssteuerung nehmen. Im Auswärtsspiel beim Wuppertaler SV am kommenden Samstag, 3. Oktober (14 Uhr, Stadion am Zoo), werden die nächsten drei Punkte vergeben. Bis dahin sollten die Köpfe wieder aufgerichtet sein. RWOfm ist ab 13:45 Uhr live „on air“. Wir lassen uns nicht unterkriegen.

Das Schema

RWO: Heekeren – Popovic (71. Inan), Stappmann, Goralski (18. Propheter), Bachmann – Wellers, Scheelen (68. Cakmak) – Reinert, Steinmetz, Stenzel (67. Terada) – Kreyer.

HOM: Gutkowski - Antonaci, Redjeb, Kogel, Kaltak, Koenders – Harouz (72. Kayaoglu), Mohammed (38. Talarski), Nowitzki (86. Asare), Lorch – Armen (90.+5 Malcherek).

Schiedsrichter: Florian Visse (Ibbenbüren).

Tore: 0:1 Harouz (63.).

Zuschauer: 300 (ausverkauft).

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