Regionalliga West: 12. Spieltag

RW Oberhausen – SC Wiedenbrück 3:3 (0:1)

Im letzten Spiel des Oktobers trennt sich Rot-Weiß Oberhausen vom SC Wiedenbrück am 12. Spieltag der Regionalliga West mit einem 3:3 (0:1).

Die Ausgangslage

„Das Verfolgerduell“! Der Tabellen-14. empfängt den 12. der Regionalliga West. Beide Teams trennte vor dem Spiel nur ein Punkt. Für Rot-Weiß Oberhausen stand das vorerst letzte Heimspiel an. Das wollten die Jungs von Mike Terranova nach dem 0:3 in Essen mit aller Macht gewinnen. Aber auch die Gäste aus Westfalen hatten vor, drei Zähler vom Niederrhein zu entführen. Abgesehen von der 1:2-Niederlage bei Preußen Münster konnte das Team von Daniel Brinkmann in der Liga im Oktober nämlich gegen den SV Lippstadt (0:0), den FC Wegberg-Beeck (0:0), bei Fortuna Düsseldorfs U23 (1:1) und gegen Fortuna Köln (4:4) den Titel „Remis-Könige“ für sich beanspruchen.

Das Personal

Bis auf die beiden Kniepatienten Mark Depta und Pablo Overfeld (beide Meniskusriss) standen Interimstrainer Mike Terranova – erstmals am 12. Spieltag – alle 24 Feldspieler zur Verfügung. Zur Startelf vom Derby in Essen tauschte RWO-Interimstrainer Mike Terranova auf drei Positionen. Für Shaibou Oubeyapwa, Sven Kreyer und Dominik Reinert begannen Kapitän Jerome Propheter, Shun Terada und Raphael Steinmetz.

Das Spiel

Bereits nach fünf Minuten musste Justin Heekeren im RWO-Tor sein ganzes Können aufzeigen, nachdem Saban Kaptan aus 16 Metern die untere linke Ecke anvisierte – ein erster Warnschuss. Nach zwölf Minuten folgte der erste Wechsel beim SCW. Hendrik Lohmar musste verletzt vom Feld. Für ihn kam Bjarne Pudel ins Spiel. RWO nutzte die Unordnung für einen ersten Schuss durch Jerome Propheter, doch der wurde von einem Verteidiger mit dem Rücken gestoppt. Aber das erste Tor schossen dann doch die Gäste: Phil Beckhoff nutzte einen unnötigen Ballverlust in der RWO-Defensive zur 1:0-Führung (15.). Wenig später hätte es sogar noch einen Gegentreffer geben können. Doch Schiedsrichter Martin Tietze (Bonn) entschied sich, eine strafstoßwürdige Aktion im RWO-Strafraum nicht zu pfeifen.

Wie dem auch sei… RWO schüttelte sich kurz und zeigte dann selbst erste Angriffsbemühungen. Erst legte Shun Terada für Raphael Steinmetz ab, dann musste SCW-Torhüter Marcel Hölscher Kopf und Kragen riskieren. Doch der Gästekeeper konnte den Strahl aus 16 Metern parieren. Dann war auch schon Halbzeit.

Die zweite Halbzeit entpuppte sich dann als „Bühne der Joker“. Mit dem Seitenwechsel brachte „Terra“ Shaibou Oubeyapwa für Nils Winter in die Partie. Und der Togolese erzielte gleich mit seinem ersten Ballkontakt das 1:1 (53.). Doch dass das eine gute Eigenwerbung ist, dachte sich auch der zweite Reservist im zweiten Durchgang. In der 56. Minute eingewechselt, lupfte Xhuljo Tabaku den Ball nur eine Minute später zur 2:1-Führung für die Gäste über den herausstürmenden Heekeren in die Maschen (57.). In der 72. Minute gab es dann ein Zusammenspiel zwischen zwei Jokern: Oubeyapwa bediente Dominik Reinert am langen Pfosten. Der grätschte das Leder zum 2:2-Ausgleich über die Torlinie (72.).

RWO wollte jetzt mehr. Zweimal ins Hintertreffen geraten und zweimal zurückgekämpft! Doch der Treffer fiel erneut auf der anderen Seite. Aber auch da traf ein Einwechselspieler. Ufumwen Osawe setzte sich nach einer Flanke von Fabian Brosowski und beförderte den Ball aus kurzer Distanz zum 3:2-Führung für die Gäste ins Tor. Aber einen hatte RWO noch: Sven Kreyer kam in der 60. Minute ja noch von der Bank. Der Angreifer fasste sich in der 88. Minute ein Herz und nagelte den Ball aus rund 20 Metern zum 3:3-Endstand in die linke Torecke.

Das Schema

RWO: Heekeren – Goralski, Öztürk (68. Reinert), Fassnacht – Müller, Propheter – Obst, Odenthal, Winter (46. Oubeyapwa) – Steinmetz, Terada (60. Kreyer).

SCW: Hölscher – Tia, Twyrdy, Zech, Hüsing – Kaptan, Demming – Beckhoff (70. Brosowski), Lohmar (12. Pudel), Szeleschus (81. Osawe) – Klantzos (56. Tabaku)

Schiedsrichter: Martin Tietze (Bonn).

Tore: 0:1 Beckhoff (15.), 1:1 Oubeyapwa (53.), 1:2 Tabaku (57.), 2:2 Reinert (72.), 2:3 Osawe (84.), 3:3 Kreyer (88.).

Zuschauer: 500 (ausverkauft).

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