REGIONALLIGA WEST: 11. SPIELTAG

RW Essen – RW Oberhausen 3:0 (1:0)

Rot-Weiß Oberhausen hat das Duell bei Rot-Weiss Essen mit 0:3 (0:1) verloren. Vor 500 Zuschauern im ansonsten leeren Stadion Essen zeigte die Mannschaft von Interimstrainer Mike Terranova eine engagierte Leistung, schaffte es am Ende zweier harter Englischer Wochen allerdings nicht, im Strafraum der Gastgeber die nötige Durchschlagskraft zu erzeugen.

Die Ausgangslage

Das 62. Derby zwischen den beiden Reviernachbarn war für Rot-Weiß Oberhausen der Abschluss der zweiten Englischen Woche in Serie. Während die Rot-Weißen von der Lindnerstraße unter der Woche gegen die Sportfreunde Lotte ranmussten, fiel die Partie der rot-weissen Essener bei der U23 von Borussia Mönchengladbach dem Coronavirus zum Opfer. Das spielte den Gastgebern in Sachen Fitness und Regeneration in die Karten. Hinzu kommt die sportliche Ausgangslage. Nach zehn Spieltagen trennen beide Vereine in der Tabelle Welten. Während die Essener auf Rang drei in Lauerstellung auf die Spitze rangieren, kämpfen sich die Oberhausener mit teilweise stockendem Motor aus dem Tabellenkeller und stehen vor dem Derby auf Rang 14.

Das Personal

Mit Torgarant Simon Engelmann, Schlussmann Daniel Davari, Mittelfeldregisseur Dennis Grote und Innenverteidiger Daniel Heber standen bei den Essenern gleich vier Ex-RWO-Kicker in der Startelf. Linksverteidiger Felix Herzenbruch war der fünfte im Bunde. Er wurde allerdings erst zur Pause eingewechselt. Bei Rot-Weiß Oberhausen trugen Sven Kreyer und Jeffrey Obst bereits das Trikot des Nachbarn.

Bei den Essenern durfte die gleiche Startelf ran wie beim 1:0-Heimsieg gegen Preußen Münster. Mike Terranova musste im 62. Rot-Weiß-Derby nach wie vor auf Mark Depta, Pablo Overfeld (beide Meniskusriss), Kapitän Jerome Propheter (Adduktorenverletzung) Tugrul Erat (Muskelfaserriss) und Vincent Stenzel (Bauchmuskelverletzung) verzichten. Jeffrey Obst rückte im Vergleich zum 3:1-Heimsieg gegen die Sportfreunde Lotte erstmals in die Startelf. Für ihn musste Raphael Steinmetz zunächst auf die Bank.

Das Spiel

Das Spiel begann gut für die Gäste. Dominik Reinert testete seinen ehemaligen Teamkollegen Daniel Davari mit einem Seitfallzieher. Allerdings bekam der Oberhausener da zu wenig Druck ins Spielgerät (6.). Aber das war schon mal eine kleine Kampfansage! Im direkten Gegenzug bekam Essen einen Freistoß zugesprochen. Die Flanke von Oguzhan Kefkir landete bei Simon Engelmann, doch der wurde von RWO-Keeper Justin Heekeren am Einschuss gehindert (7.). In der elften Minute konnten die Gastgeber dann doch jubeln. Nach einer Hereingabe von Kefkir landete er Ball am langen Pfosten bei Cedric Harenbrock, der ihn aus 13 Metern auf das Tor schoss. Unterwegs unhaltbar abgefälscht landete das Leder schließlich zur 1:0-Führung für die Hausherren im Tor.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde schauten dann alle 500 Zuschauer, die Pressevertreter und der Unparteiische Nico Fuchs genau hin. Reinert stürmte allen davon in den Essener Strafraum. Beim Versuch, den Essener Schlussmann zu umkurven, kam der Oberhausener zu Fall. Fuchs entschied auf „Schwalbe“ und verwarnte Reinert (33.).

Trotz des frühen Gegentreffers versteckte sich „Terras“ Team nicht. Mit mutigem Anlaufen und ständigen Kontern – vor allem über den schnellen Shaibou Oubeyapwa – sorgte RWO bis zur Pause immer wieder für Entlastung. Lediglich die Durchschlagskraft im Angriffsdrittel ging den Gästen ab. So blieb es bis zum Pausenpfiff beim knappen 0:1-Rückstand.

Etwa zwei Minuten nach Wiederanpfiff waren alle Vorhaben, die man sich in der Gästekabine auf den Rücken geschnallt hat, verloren. RWE-Kapitän Marco Kehl-Gomez fasste sich aus 22 Metern ein Herz und schoss den Ball zum 2:0 in die Maschen (47.).

Danach war die Luft aus diesem besonderen Derby etwas raus und bei RWO schwanden die Kräfte. Zwar hatten Bastian Müller auf der einen (51.) und Simon Engelmann auf der anderen Seite (56.) noch gute Einschussmöglichkeiten, doch ein weiterer Treffer war zunächst nicht in Sicht. Erst in der Nachspielzeit war es Essens Goalgetter, der mit dem 3:0 die Oberhausener Niederlage in Stein meißelte (90.+1).

Durch den Sieg klettern die Gastgeber auf den Tabellenplatz an der Sonne. RWO bleibt mit zehn Zählern auf Rang 14 stehen. Nach den beiden letzten Englischen Wochen verordnete Terranova seinem Team nun ein paar Ruhetage, ehe es am Samstag, 31. Oktober, gegen den SC Wiedenbrück (14 Uhr, Stadion Niederrhein) mit vollem Tank wieder um drei Punkte geht. RWOtv überträgt das Duell für alle, die es aus diversen Gründen nicht ins Stadion schaffen, einmal mehr in bester Qualität. Einfach Ticket lösen und mitjubeln unter www.rwo-live.tv.

Das Schema

RWE: Davari – Plechaty, Heber, Hahn, Grund (46. Herzenbruch) – Grote – Young (69. Endres), Kehl-Gomez, Kefkir (84. Weber) – Harenbrock (77. Condé), Engelmann.

RWO: Heekeren – Obst (83. Stappmann), Goralski, Öztürk, Fassnacht – Müller, Odenthal (71. Wellers) – Oubeyapwa (58. Terada), Reinert (58. Steinmetz), Winter – Kreyer.

Schiedsrichter: Nico Fuchs (Odenthal).

Tore: 1:0 Harenbrock (11.), 2:0 Kehl-Gomez (47.). 3:0 Engelmann (90.).

Zuschauer: 500.

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