Regionalliga West | 15. Spieltag | #RWOHOM

Rot-Weiß Oberhausen – VfB Homberg 3:1 (0:1)

Rot-Weiß Oberhausen hat das Heimspiel gegen den VfB Homberg gewonnen. Vor 2.104 Zuschauern drehte das Team von Mike Terranova den 0:1-Halbzeit-Rückstand und behielt durch die Treffer von Jan-Lucas Dorow (2) und Anton Heinz die Oberhand.

Die Ausgangslage

Einmal ist kein Mal! Unter diesem Motto wollen die Kleeblätter den Putz nach der 0:2-Niederlage gegen Fortuna Köln an der gerissenen Fassade der Festung Stadion Niederrhein kitten. Aber gegen den abstiegsbedrohten VfB Homberg erweist sich dieses Unterfangen nicht zum ersten Mal als extrem schwierig. Das letzte Aufeinandertreffen auf der Emscherhalbinsel konnten die Gäste mit 1:0 für sich entscheiden.

Das Personal

RWO-Cheftrainer Mike Terranova änderte die Startformation nach dem 2:2 in Düsseldorf auf drei Positionen. Pierre Fassnacht stand aufgrund von Magen-Darm-Problemen nicht zur Verfügung. Shaibou Oubeyapwa und Adam Lenges nahmen zunächst auf der Bank Platz. Für das Trio rückten Kapitän Jerome Propheter nach abgesessener Gelbsperre, Jan-Lucas Dorow und Manuel Kabambi in die erste Elf.

Das Spiel

Rot-Weiß Oberhausen begann gut und drängte den Gegner aus Duisburg gleich in die eigene Hälfte. Erst prüfte Jerome Propheter nach einem Freistoß von Maik Odenthal die Aufmerksamkeit von Philipp Gutkowski, doch der Kopfball des RWO-Kapitäns konnte vom VfB-Keeper zur Ecke geklärt werden (2.). Die brachte zwar nicht viel ein, doch RWO setzte sich weiter in der gegnerischen Hälfte fest. Kurz darauf tankte sich Manuel Kabambi auf der rechten Seite durch und legte in die freie Mitte, wo Anton Heinz frei vor Gutkowski die Rieseneinschusschance vergab und den Ball weit über das Gehäuse in Richtung Kanal jagte (3.). Das erste Tor fiel allerdings auf der anderen Seite. Manuel Kabambi kam nicht richtig in den Zweikampf vor dem VfB-Strafraum, versuchte allerdings noch, Schlimmeres zu verhindern. Im Sprint verletzte sich der Startelf-Debütant am Oberschenkel und musste den Ex-Rot-Weißen Jan Wellers ziehen lassen. Der machte sich auf der rechten Seite auf und davon und schoss zur schmeichelhaften 1:0-Führung ein (9.). Kabambi musste nach der Aktion vom Platz. Für ihn kam Shaibou Oubeyapwa ins Spiel (10.).

RWO brauchte ein paar Minuten, um sich von diesem Schock zu erholen. Dann aber antworteten sie mit einer Wucht. Anton Heinz nagelte einen Freistoß in die Mauer, der Abpraller senkte sich gefährlich auf das Homberger Tor, aber Gutkowski musste nicht mehr eingreifen.

In der ersten Halbzeit blieb es bei der einen Torchance der Gäste, aber genau die führte zur Führung, was die RWO-Fans ein wenig beunruhigte. Aber die Jungs von Mike Terranova nahmen die „Wir wollen euch kämpfen sehen“-Rufe an und legten eine Schippe drauf. Das Homberger Abwehr-Bollwerk hielt jedoch ganz ordentlich dagegen, sodass es bis zum Pausenpfiff beim minimalen Vorsprung für die Gäste vom Rheindeich blieb.

Die zweite Halbzeit begann wie die Erste. Die Kleeblätter kamen mit frischem Personal aus der Kabine. Nico Buckmaier nahm den Platz von Propheter ein. Und der fügte sich gleich mit einem Freistoß von der linken Seite ein, bei dem die Luft im Homberger Strafraum erstmals brannte (49.). Terranova reagierte erneut und brachte mit Vincent Boesen für Sven Kreyer, der bereits im ersten Spielabschnitt einen Schlag auf den Fuß bekam, einen weiteren frischen Angreifer. Vier Minuten später standen die Rot-Weißen erneut vor dem Ausgleich, doch der Ball wollte beim Versuch von Jan-Lucas Dorow noch nicht über die Torlinie (53.). Erst rund zehn weitere Minuten später gab es dann doch Grund zum Jubeln: Anton Heinz ist bei Rot-Weiß Oberhausen der Mann für die ruhenden Bälle auf der rechten Angriffsseite. Und wie schon beim Last-Minute-Sieg in Lotte nagelte der 23-jährige Linksfuß den Ball unhaltbar für den Schlussmann ins Tor (62.). RWO war wieder im Rennen – und hat die Message der Fans angenommen! Acht Minuten später waren die Hausherren wieder im Fünfmeterraum vorstellig. Diesmal drückte Jan-Lucas Dorow den Ball in die Maschen – 2:1, Spiel gedreht (70.)!

Vier Minuten später hätte Shaibou Oubeyapwa den „Deckel drauf“ machen, doch der Flügelflitzer, der nach einem sehenswerten Pass von Nico Klaß auf und davon war, zielte im Eins-gegen-Eins mit Gutkowski zu ungenau und das Leder rauschte am Tor vorbei (74.). Besser machte es sein Teamkollege Jan-Lucas Dorow, der seit seinem Treffer in Düsseldorf Gefallen am Toreschießen gefunden hat. Der Mittelfeldantreiber erzielte nach dem 2:1 auch das 3:1 mit einem Flachschuss aus acht Metern (75.) und lässt – Spiel entschieden!

Der letzte Höhepunkt war leider ein Unrühmlicher: Nach einem Foulspiel wollte Schiedsrichter Marc Jäger den Duisburger Abwehrspieler Thorsten Kogel verwarnen. Die Gelbe Karte schmeckte dem 25-Jährigen jedoch nicht, sodass dieser vor Wut den Ball wegschoss. Dem Unparteiischen blieb keine andere Wahl, als den VfB-Kapitän mit der Ampelkarte vom Feld zu schicken.

Nach einem mustergültigen Start hat RWO sich in den ersten 45 Minuten durch die vergebenen Chancen selbst aus dem Spiel genommen. Mit frischem Personal kamen die Kleeblätter nach dem Seitenwechsel besser zurecht. Das 3:1 war am Ende verdient, aber es war auch ein hartes Stück Arbeit. Leichter wird es am kommenden Samstag, 13. November, garantiert nicht. Dann geht es für den rot-weißen Tross mal wieder zu einem Spitzenspiel. Im Preußenstadion an der Hammer Straße wartet der SC Preußen Münster als Tabellendritter auf den Fünften. Der Anstoß erfolgt um 14 Uhr.

Das Schema

RWO: Heekeren – Winter, Öztürk, Klaß, Holthaus – Odenthal (80. Obst), Propheter (46. Buckmaier) – Kabambi (10. Oubeyapwa), Dorow, Heinz – Kreyer (50. Boesen).

HOM: Gutkowski – Marcinek (76. Hauser), Twumasi, Kogel, Koenders – Wellers, Opfermann Arcones (87. Wendel), Adamski (76. Gurk), Jafari – Pia (57. Nowitzki), Palla.

Schiedsrichter: Marc Jäger (Euskirchen).

Tore: 0:1 Wellers (9.), 1:1 Heinz (62.), 2:1 Dorow (70.), 3:1 Dorow (75.).

Zuschauer: 2.104.

Gelb-Rote Karte: Kogel (77., Unsportlichkeit).

Aktuell

Kreisliga A | 14. Spieltag | RWO-Team12 – SV Sarajevo

Dann hauen wir auch mal einen raus…