RWO-Nachwuchs im Lockdown

NLZ-Sportchef Berger: Die Kaderplanungen laufen weiter

Der Ball ruht mal wieder im evo-Nachwuchsleistungszentrum von Rot-Weiß Oberhausen. Die „Bundes-Notbremse“ im Rahmen der Coronapandemie wurde nun auch von den Behörden des Gesundheitsamtes Oberhausen gezogen. In dieser Jahreszeit befinden sich die Kaderplanungen normalerweise auf der Zielgeraden. Doch was aktuell wirklich „normal“ ist, erklärt Kyle Berger, der neue Sportliche Leiter der Kleeblätter im Interview mit RWO online.

Kyle, die erste Frage geht gezielt in Deine Richtung. Wie hast Du Dich an der Lindnerstraße eingelebt?

Sehr gut, muss ich sagen. Die Eingewöhnungsphase wurde mir sehr leicht gemacht. Alle haben mich mit offenen Armen aufgenommen. Das macht mir den Einstieg in meine neue Aufgabe zumindest etwas leichter.

Das klingt erstmal sehr schön. Aus Deinem letzten Satz schwingt aber auch ein wenig heraus, dass Du gleich anpacken musstest…

Ja, die Bedingungen unter den Pandemie-Gegebenheiten machen es uns nicht leicht, vernünftig zu arbeiten und allen Spielern gerecht zu werden. Wir mussten sehr viel improvisieren, weil wir nur in Kleingruppen trainieren durften. Zuletzt hat uns die Regierung wieder ein generelles Stoppschild aufgestellt. Die Oberhausener Behörden haben in Sachen Corona auch eher eine defensive Haltung und sind lieber etwas vorsichtiger – was auch vollkommen in Ordnung ist. Die Gesundheit des Menschen steht über allem. Aber für uns als Fußballverein ist das natürlich suboptimal, wenn man uns die Kernkompetenzen entzieht.

Was bedeutet das für den Alltag?

Einige Mannschaften sind in ihrer Kaderplanung schon recht weit. Andere Teams sind mitten in der Sichtungsphase. Aber wie soll das gehen, wenn fünf Kinder und ein Übungsleiter gestattet sind – dann wieder nicht. Die ständigen Vorgabenwechsel machen unsere Planungen deutlich schwieriger. Wir müssen den Kindern und ihren Eltern ständig neue Ansagen machen, Probetrainings ansetzen, absagen, neu ansetzen. Uns läuft ein wenig die Zeit davon. Die Kaderplanungen bei RWO gehen weiter. Die momentane Situation ist sowohl sportlich als auch mental betrachtet für alle Jugendteams eine große Herausforderung. Dennoch treiben wir die Planungen weiter voran. So sind wir für den Restart gut vorbereitet, um die nun ausfallenden Sichtungen von internen und externen Spielern fortzuführen. Bis dahin werden unsere Spieler mit Trainingsplänen und Unterstützung beim Home-Training versorgt.

Das klingt dann doch wieder zuversichtlicher…

Wir sind grundsätzlich positiv eingestellt. Auch bei der Corona-Pandemie glauben wir, dass wir schon bald wieder mehr Freiheiten erwarten können. Zieht man das Positive aus der Situation, so bleibt allen jungen Kleeblättern nun mehr Zeit, sich für die schulischen Aufgaben und auf die individuellen Komponenten im Fußball zu konzentrieren.

… und für Dein Team und Dich bleibt Zeit, sich auf die Zeit nach Corona aufzustellen?!

Genau. Auch für uns ist diese Zeit eine echte Herausforderung. Ich bin jedem einzelnen Funktionär im NLZ dankbar, dass er so geduldig bei der Sache ist und diesen Weg mit uns geht.

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