5. Spieltag: SV Bergisch Gladbach 09 – RWO 0:2 (0:0)

Geduld siegt

Rot-Weiß Oberhausen hat das Auswärtsspiel beim SV Bergisch Gladbach mit 2:0 (0:0) gewonnen.

Doch die Kleeblätter hatten zunächst ihre Mühe. Im gesamten ersten Durchgang brachten die Oberhausener einen Torabschluss zustande. In der 28. Minute nahm Francis Ubabuike eine Flanke von Christian März volley, scheiterte aber aus sechs Metern an Peter Stümer, dem Schlussmann der Gastgeber. Acht Minuten zuvor verwehrte Schiedsrichter Fasihullah Habibi den Kleeblättern einen Strafstoß, bei dem sich mindestens auf der Haupttribüne alle einig waren: Das war einer! Aber der Unparteiische bewertete das Foul von Innenverteidiger Oktay Dal an Maik Odenthal komplett anders – nämlich nicht regelwidrig.

Ansonsten waren die Torchancen der Rot-Weißen eher Mangelware. Das war das Resultat daraus, dass der Gegner mit einer Fünferkette in der Abwehr und einer Viererkette im Mittelfeld komplett auf Schadensbegrenzung aus war und die Vorgaben von Cheftrainer Helge Hohl vorbildlich umgesetzt hat. Für die Jungs von Mike Terranova ergaben sich kaum Zwischenräume.

Die gab es dafür im zweiten Durchgang umso mehr. Terranova brachte mit Raphael Steinmetz und Cihan Özkara wenige Minuten nach dem Wiederbeginn zwei weitere Offensivkräfte. Und das zahlte sich aus. In der 61. Minute platzte der Knoten: Steinmetz bediente Odenthal. Der schoss überlegt zum zu diesem Zeitpunkt etwas glücklichen, aber nicht unverdienten 1:0 ein.

RWO wollte mehr. Erst setzte Steinmetz direkt eine eigene Duftmarke (64.), dann versuchte es März auf eigene Faust (76.). Aber auch der ebenfalls eingewechselte Kofi Twumasi war im Abschluss nicht glücklicher (84.). Glücklicher war dagegen aber die Heldentat von Nico Klaß, der den Versuch von Metin Kizil von der Linie kratzte (87.). Das wäre das 1:1 gewesen.

Aber „Hätte“, „Wenn“ und „Aber“ zählen im Fußball nur selten. Vor allem, wenn am nächsten Woche ein Derby ins Haus steht. Dann bringt man die Generalprobe besser in trockenen Tüchern nach Hause. Das dachte sich auch ein RWO-Trio: März bediente Steinmetz. Der ließ den Ball clever durch die Beine laufen. Hinter ihm hatte Özkara keine Mühe, den Ball zum 2:0 ins Tor zu schießen (90.).

Die Jungs von Mike Terranova haben sich am Ende mit dem Sieg für ihre Geduld belohnt. „Bergisch Gladbach ist nicht der typische Aufsteiger“, ordnet Terranova folgerichtig ein. „Sie sind ein eingeschworener Haufen. Wenn sie etwas mutiger auftreten, können sie in der Liga mit jedem mithalten. Umso höher ist es zu bewerten, dass wir hier gewonnen haben. Gegen eine Mannschaft, die dem Gegner das Feld und den Ballbesitz komplett überlässt, ist es nicht einfach. Das kostet Kraft. Bei den unmenschlichen Temperaturen immer wieder anzurennen, ist sehr intensiv. Aber die Jungs sind fit. Wir konnten hinten raus noch einmal nachlegen und haben uns am Ende belohnt.“

Ungeschlagen gehen die Kleeblätter nun also in das Derby gegen Rot-Weiss Essen (SO, 01.09.19, 14 Uhr, Stadion Niederrhein). Damit es so bleibt, hoffen die RWO-Kicker auf einen ähnlichen Support wie im Saisonfinale 2019 gegen Verl. Oder eben wie im Niederrheinpokal 2018 gegen Essen.

SV Bergisch Gladbach: Stümer – McCormick, Dal, Habl, Durgun, Heider – Bonsu (57. Kizil), Shabani, Zahnen (67. Grazina), Sarikaya (67.  Isken) – Hill (67. Dabo).

RW Oberhausen: Davari – Reinert, Propheter, Löhden, Eggersglüß – Klaß – Stenzel (55. Özkara), März, Odenthal (79. Twumasi), Ubabuike (55. Steinmetz) – Pisano (75. Oubeyapwa).

Schiedsrichter: Fasihullah Habibi (Duisburg).

Tore: 0:1 Odenthal (61.), 0:2 Özkara (90.).

Zuschauer: 620.

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