REGIONALLIGA WEST: 14. SPIELTAG | #F95RWO

Fortuna Düsseldorf U23 – RW Oberhausen 2:2 (1:0)

Rot-Weiß Oberhausen hat die Englische Woche mit einem Unentschieden beendet. Vor 670 Zuschauern trennten sich die U23 von Fortuna Düsseldorf und die Kleeblätter mit 2:2 (1:0). Der letzte Treffer des Tages war RWO-Schlussmann Justin Heekeren vorbehalten.

Die Ausgangslage

Die Englische Woche endet mit einem Auswärtsspiel. Nach der 0:2-Heimniederlage gegen Fortuna Köln und dem Last-Minute-Sieg bei den Sportfreunden Lotte (2:1) soll der positive Trend über die Wochenfrist hinausgetragen werden. Mit einem Sieg im einzigen Sonntagsspiel der Regionalliga West können die Kleeblätter den Wuppertaler SV und bei entsprechendem Ausgang sogar den SC Preußen Münster hinter sich lassen.

Das Personal

Tim Stappmann musste in Düsseldorf passen. Der Innenverteidiger hat sich in Lotte einen Außenbandriss zugezogen. Zudem fehlte Kapitän Jerome Propheter gelbgesperrt. Ansonsten konnte Cheftrainer Mike Terranova aus dem Vollen schöpfen.

Das Spiel

Rund zehn Minuten brauchten beide Teams, um sich aufeinander einzustellen. Dann zündete Anton Heinz auf der linken Seite die erste Rakete. Im Vollsprint ließ er nach einem Fehlpass der Düsseldorfer das halbe Mittelfeld hinter sich. Doch sein Querpass auf Shaibou Oubeyapwa wurde von Jamil Siebert in letzter Sekunde abgefangen (11.). Auf der Gegenseite sorgte Emmanuel Iyoha für den ersten Torschuss. Der war allerdings kein Problem für Justin Heekeren (16.). Zwei Minuten später fasste sich die Profi-Leihgabe erneut ans Herz und nagelte den Ball aus 15 Metern unters Dach zur 1:0-Führung für die Hausherren (18.). Wieder musste RWO einem Rückstand hinterherlaufen. Das kostet Kraft. Vom linken Flügel bediente Heinz Maik Odenthal, doch dessen Kopfball war nicht wuchtig genug (24.). Dann begann die Drangphase der Landeshauptstädter. Fast im Minutentakt wurde die Fortuna zwischen der 28. und 30. Minute bei Justin Heekeren vorstellig, aber sowohl er als auch das technische Vermögen der Düsseldorfer Abteilung „Angriff“ verhinderten Schlimmeres. Auf der anderen Seite verhinderte ein Abwehrbein den Einschlag nach einem Abschluss von Anton Heinz (34.). Wenig später verpasste Oubeyapwa das Tor um wenige Zentimeter (36.). Es ging munter hin und her. Aber ein Tor wollte bis zur Pause nicht mehr fallen.

Den Break nutzte RWO-Coach Mike Terranova, um frisches Personal auf den zweiten Durchgang einzustimmen. Für Anton Heinz und Shaibou Oubeyapwa kamen Jan-Lucas Dorow und Manuel Kabambi. Und die Rot-Weißen begannen mit viel Schwung. Zunächst probierte es Fabian Holthaus flach (47.), dann Dorow immer wieder mit Bällen in die Tiefe. Einer erreichte Adam Lenges. Der steckte weiter durch auf Sven Kreyer. Franz Langhoff musste Arme und Beine bemühen (53.). Das Offensivspiel konnte Terranova nun besser gefallen. Die Fortuna bekam zusehend Schwierigkeiten. „Terra“ legte nach und brachte mit Nico Buckmaier einen weiteren offensiv denkenden Kreativmann. Der brachte mit seinem ersten Ballkontakt gleich einen Eckball von rechts und Gefahr in den Strafraum, aber die Fortuna konnte den Ausgleich noch verhindern (56.). Anders in der 60. Minute. Da fasste sich Odenthal ans Herz. Sein Schuss wurde genau vor die Füße von Dorow abgeblockt. Der „Joker“ (wie passend an Halloween) ließ Fortuna-Keeper Langhoff keine Chance und schob den Ball zum 1:1-Ausgleich ins kurze Eck.

Allerdings hielt die Freude über den Ausgleich nur drei Minuten, denn da begannen die Fehlpass-Festspiele von Düsseldorf. Im Zehn-Sekunden-Takt spielten sich beide Teams munter ungewollt den Ball zu. Letztendlich hatte Fortuna-Kapitän Tim Köther genug gesehen und bediente Iyoha. Der legte Heekeren den Ball am kurzen Pfosten durch die Beine zur 2:1-Führung ins Netz (63.). Aber RWO steckte nicht auf. Da ging was. Vor allem die Standardsituationen von Buckmaier und Dorow sorgten fortan für Gefahr vor dem Düsseldorfer Tor. In der 83. Minute fand „Buckis“ Eckball den Kopf von Tanju Öztürk, doch ein Fortune verhinderte auch hier den Ausgleich. Kurz darauf bediente Kabambi Dorow, doch auch dessen Flugkopfball verfehlte das Ziel knapp (86.). Aber die Kleeblätter bissen sich im Strafraum fest. In der Nachspielzeit flogen die Bälle reihenweise durch den Sechzehner vor Franz Langhoff. Und mit Abpfiff belohnten sich die Last-Minute-Kleeblätter mit dem 2:2-Endstand – allerdings auf kuriose Art und Weise: Fabian Holthaus schnappte sich bei einem missglückten Befreiungsversuch der Gastgeber den Ball und sah am linken Eck des Fünfmeterraums Tanju Öztürk. Der legte per Kopf quer vor das Tor auf den aufgerückten RWO-Keeper Heekeren. Oberhausens Nummer eins warf seinen gesamten Körper ins Kopfballduell mit Innenverteidiger Jamil Siebert und belohnte sich und sein Team mit dem Ausgleich (90.+4).

Dann war Schluss und die mitgereisten RWO-Fans skandierten fröhlich den Namen des Torschützen bevor sie dann mit einem Augenzwinkern forderten: „Kreyer muss ins Tor!“ Ob der Fußballlehrer das zukünftig berücksichtigt, wird sich schon am kommenden Samstag, 6. November, im Heimspiel gegen den VfB Homberg (14 Uhr, Stadion Niederrhein) zeigen.

Das Schema

F95: Langhoff – Uchino, Siebert, Corsten (87. Touglo), Göckan – Fink – Niemiec (90. Zorn), Geerkens, Köther (81. Hirschberger) – Sieben, Iyoha (63. Mansfeld).

RWO: Heekeren – Winter, Öztürk, Klaß (78. Obst), Fassnacht – Lenges (56. Buckmaier), Holthaus – Oubeyapwa (46. Kabambi), Odenthal, Heinz (46. Dorow) – Kreyer.

Schiedsrichter: Tarik Damar (Hürth).

Tore: 1:0 Iyoha (18.), 1:1 Dorow (60.), 2:1 Iyoha (63.), 2:2 Heekeren (90.+4).

Zuschauer: 670.

Aktuell

Kreisliga A | 14. Spieltag | RWO-Team12 – SV Sarajevo

Dann hauen wir auch mal einen raus…