Samstag ab 14 Uhr zuhause gegen die TSG Sprockhövel

Die Wiege des Ruhrbergbaues steht für 90 Minuten in Oberhausen

Man mag es kaum glauben, aber im heutigen Duell des SC Rot-Weiß Oberhausen gegen die TSG Sprockhövel treffen zwei Clubs aufeinander, deren Heimatstädten eine besondere Bedeutung in den Geschichtsbüchern des Ruhrgebiets zukommt. Während die St. Antony-Hütte in Osterfeld als Geburtsstätte der Ruhrindustrie und als Keimzelle des Weltkonzerns Gutehoffnungshütte gilt, kann der Sprockhöveler Bürger zu Recht von sich behaupten, in der Wiege des Ruhrbergbaues zu leben.Denn der Sage nach fand ein Junge beim Schweine hüten in der Gegend von Sprockhövel glühende schwarze Steine in einer Feuerstelle. Bereits im Mittelalter wurde in einfachen Grablöchern Kohle abgebaut. Die Kohleflöze reichten im Raum Witten-Sprockhövel-Haßlinghausen bis an die Tagesoberfläche, und das „schwarze Gold“ wurde vornehmlich für den Eigenbedarf der Bauern genutzt.

Dass es am 24. September 2016 dann auch mal zum fußballerischen Vergleich der der beiden „Wiegenstädte“ kommt, ist eher einem kleinen Zufall zu verdanken. Eigentlich erreichte die Turn- und Sportgemeinschaft 1881 Sprockhövel in der Endabrechnung der Oberliga Westfalen „nur“ den dritten Rang. Als zweiter Aufsteiger hatte sich hinter den Sportfreunden aus Siegen die Spvgg. Erkenschwick sportlich qualifiziert. Doch der Traditionsclub hatte aus wirtschaftlichen und strategischen Gründen nicht am Lizensierungsverfahren für die Regionalliga teilgenommen. Die TSG Sprockhövel rückte nach und bekam von den Experten wie in den Jahren zuvor der FC Hennef oder der FC Wegberg-Beeck den krassen Außenseiterstempel aufgedrückt.

Man muss allerdings sagen, dass die Mannschaft dieser Einschätzung bislang auch gerecht geworden ist. Dabei lief es zu Beginn ganz respektabel für das Team von Trainer Andrius Balaika, der die Mannschaft im Vorfeld der vergangenen Saison übernommen hatte und direkt den sensationellen Aufstieg von der Ober- in die Regionalliga schaffte.

Der Coach ist ein richtiges Sprockhöveler Eigengewächs, der als Spieler und erfolgreicher Jugendtrainer für den Club aus dem Eneppe-Ruhr-Kreis zuvor tätig war. Aber wie gesagt, es sah erst so aus, als könne die Mannschaft den Schwung aus dem Aufstiegsjahr in die neue Spielzeit mitnehmen.

Drei ganz beachtliche Punktgewinne, darunter ein 0:0 auf dem Aachener Tivoli, ließen die Experten aufhorchen. Doch die so genannten Schlüsselspiele bei Rot-Weiß Ahlen (0:5) und vor allen Dingen den Mitaufsteiger Sportfreunde Siegen (1:4) wurden mehr oder weniger deutlich verloren.

Zwar attestierte der Trainer seiner Mannschaft jeweils couragierte Auftritte in der neuen Liga, doch die Erfolge bleiben bislang aus und das Team ist ohne „Dreier“ auf dem letzten Platz angekommen. Eine Tatsache, die für die Begegnung im Stadion Niederrhein nicht unbedingt was heißen muss. Denn gerade die Teams aus den unteren Tabellenregionen sind durchaus schwer zu spielende Gegner.

Los geht’s am Samstag den 24.09.2016 um 14 Uhr im Stadion Niederrhein!

Aktuell

„Sach ma‘, Vorstand…“ – Keine Diskussion gegen Straelen