REGIONALLIGA WEST: 41. SPIELTAG

SC Preußen Münster – RW Oberhausen 3:1 (2:1)

Rot-Weiß Oberhausen kehrt mit einer 1:3 (1:2)-Niederlage vom letzten Auswärtsspiel der Saison bei Preußen Münster zurück. Zudem sah Pierre Fassnacht die Rote Karte.

Die Ausgangslage

Die XXL-Saison neigt sich dem Ende. Zum letzten Auswärtsspiel reisen die Kleeblätter ins Münsterland – und das mit einem klaren Auftrag: Seit dem 2:0-Erfolg beim SV Bergisch Gladbach 09 am 6. Februar ist man in der Fremde sieglos. Das soll sich auf dem letzten Drücker vor der Sommerpause nochmal ändern. Das wird alles andere als eine leichte Aufgabe, denn mit Preußen Münster wartet die beste Mannschaft der Rückserie auf die Rot-Weißen. An der Lindnerstraße kennt man die Situation, die die Preußen nun an der Hammer Straße vorfinden werden: 500 Zuschauer freuen sich auf ihren ersten Stadionbesuch seit Ewigkeiten. 18 Kicker freuen sich darauf, nach Ewigkeiten mal wieder Zuschauern zu performen. Dabei ist es dann auch egal, ob 500 oder 5.000 Fans dabei sind. Beide Teams werden bis in die Haarspitzen zu Werke gehen.

Das Spiel

RWO begann das Spiel wie so oft in letzter Zeit: mit einer verschlafenen Anfangsphase. Und die Münsteraner bestraften das gleich nach acht Minuten mit dem 1:0. Joshua Holtby flankte den ruhenden Ball direkt vor das RWO-Tor, wo drei Preußen Gerrit Wegkamp freiblockten. Der Angreifer hatte keine Mühe, seinen achten Saisontreffer zu erzielen. Als wenn die Terranova-Schützlinge es brauchen, zeigten sie erst dann eine Reaktion, aber zunächst war Shun Terada zu zaghaft beim Anlauf auf SCP-Keeper Marko Dedovic (9.), dann schaffte es Tugrul Erat nicht, den Ball aus spitzem Winkel zwingend auf das Tor zu bringen (10.). Aber die Gastgeber zeigten sich zunächst wenig beeindruckt von den Oberhausener Angriffsbemühungen und setzten auf ihre Einwurf-Waffe Lukas Frenkert. Der schleuderte allein im ersten Durchgang fünf Bälle in den Oberhausener Fünfmeterraum und sorgte so immer wieder für Gefahr. Erst rund um die „magische Halbe Stunde“ konnte RWO sich ein wenig aus der Umklammerung befreien. Nach einem abgeblockten Versuch von Erat bekam Propheter den Nachschuss serviert, der ging aber knapp am Preußen-Tor vorbei (25.). In der 37. Minute gab es dann einen weiten Einwurf von Jeffrey Obst in den Strafraum. Der Ball landete auf dem Kopf von Kapitän Propheter und von aus knapp neben dem Ziel. Und das machte im ersten Durchgang den Unterschied. Die Münsteraner waren zielstrebiger und in den entscheidenden Zweikämpfen galliger. Beispiel gefällig? 38. Minute, Flanke Holtby, Kopfball Frenkert – 2:0!

Aber die Rot-Weißen steckten nicht auf sondern antworteten mit dem 1:2-Anschlusstreffer durch Shaibou Oubeyapwa. Der Togolese tanzte Rechtsverteidiger Julian Schauerte aus und schlenzte den Ball am SCP-Torhüter vorbei ins lange Eck (43.). Das machte Mut für den zweiten Durchgang. Genau wie die letzte Aktion vor dem Pausenpfiff, in der Justin Heekeren gleich zwei Mal Kopf und Kragen riskierte und sein Team im Spiel hielt (45.).

Auch den zweiten Durchgang begannen die Preußen besser. Mike Terranova sah zehn Minuten ein erneutes Abtasten beider Teams. Aber dann: Erst scheiterte Holtby an Heekeren (56.), kurze Zeit später verpasste der Bruder von Ex-Bundesligaprofi Lewis Holtby das Tor um Haaresbreite (57.). RWO bekam keinen Zugriff auf das Spiel. Beispielhaft war dann auch der Sololauf von Marcel Hoffmeier in der 63. Minute, den die Gäste im Kollektiv nicht unterbinden konnten. Erst eine Grätsche von Pierre Fassnacht von der Seite setzte dem Treiben ein Ende. Allerdings auch für den Innenverteidiger, denn der sah für sein Einsteigen die Rote Karte von Schiedsrichter Kevin Domnick.

RWO-Coach Terranova stellte um und nahm Erat aus dem Spiel stopfte das Fassnacht-Loch mit Leander Goralski. Und der machte gleich mit einem Blackout von sich reden. Sein erster Querpass landete im Fuß des Münsteraner „Jokers“ Deniz-Fabian Bindemann. Der U19-Kicker ließ sich nicht lange bitten und vollendete zum 3:1 (72.). Bei dem Stand blieb es letztendlich auch, weil der eingewechselte Roshon van Eijma bei seinem ersten Ballkontakt völlig frei vor Heekeren überrascht war (88.).

Einmal müssen die Kleeblätter noch ran. Am Samstag, 5. Juni ist die U23 von Borussia Mönchengladbach zu Gast im Stadion Niederrhein. Ab 14 Uhr rollt der Ball und ihr verpasst keine Minute, denn RWO-TV bringt euch die vollen 90 Minuten aus dem Stadion Niederrhein wieder live ins Haus. Ab 13:40 Uhr geht das Team um Moderator Sebastian Messerschmidt auf Sendung und bringt euch die wichtigsten Fakten rund um das Spiel ins Wohnzimmer. Tickets könnt ihr schon kaufen und testen unter www.rwo-live.tv. Wer jetzt testet, hat schneller Klarheit und bei (nicht zu erwartenden) Problemen im schlimmsten Fall sogar Abhilfe über die Mailadresse contact@the-leagues.com.

Das Schema

SCP: Dedovic – Schauerte, Scherder, Hoffmeier, Frenkert – Remberg, Daube (81. Klann) – Langlitz (75. Möbius), Holtby (71. Bindemann), Heinemann – Wegkamp.

RWO: Heekeren – Winter, Stappmann, Fassnacht, Obst – Propheter, Öztürk (81. Scheelen) – Oubeyapwa, Steinmetz (73. Bulut), Erat (67. Goralski) – Terada (83. Reinert).

Schiedsrichter: Kevin Domnick (Mülheim).

Tore: 1:0 Wegkamp (8.), 2:0 Frenkert (38.), 2:1 Oubeyapwa (43.), 3:1 Bindemann (72.).

Zuschauer: 500.

Rote Karte: Fassnacht (63., Notbremse).

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