REGIONALLIGA WEST: 7. SPIELTAG | #RWOWEG

RW Oberhausen – FC Wegberg-Beeck 0:0

Rot-Weiß Oberhausen und der FC Wegberg-Beeck trennen sich am 7. Spieltag vor 1.741 Zuschauern im Stadion Niederrhein mit einem torlosen Unentschieden. Damit verpassen die Kleeblätter den Sprung an die Tabellenspitze.

Die Ausgangslage

Nachdem das Auswärtsspiel vom 6. Spieltag bei den Sportfreunden Lotte coronabedingt ausgefallen ist, befinden sich die Kleeblätter mitten im Heimspielmarathon. Das 3:2 gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach war der dritte Sieg im dritten Saison-Heimspiel. Mit dem Spiel gegen den FC Wegberg-Beeck soll die Serie auf 4-0 ausgebaut werden. Zudem winkt bei einem entsprechenden Ausgang mit dem parallel stattfinden Spiel der Kölner U21 gegen Alemannia Aachen die Tabellenführung. Mit Blick auf die kommenden Aufgaben wäre das eine willkommen Vitaminspritze.

Das Personal

Auch gegen die Mittelrheiner durfte RWO-Cheftrainer Mike Terranova seine gesamte Kaderliste bemühen. Drei Spieler mussten auch diesmal wieder auf der Tribüne Platz nehmen, aber in dieser Mannschaft gilt „Einer für alle – alle für einen“, da die Saison einmal mehr so getaktet ist, dass jeder im Team gebraucht wird. So durfte auch Kapitän Jerome Propheter zunächst auf der Bank Platz nehmen und durchschnaufen. Für ihn rückte Nico Buckmaier ins zentrale Mittelfeld.

Das Spiel

Die erste Torannäherung hatten die Kleeblätter bereits in der 2. Spielminute, allerdings wurde Sven Kreyer nach einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. Doch die Antwort der Gäste ließ nicht lange auf sich warten: In der 6. Spielminute spielten sich die Beecker zum ersten Mal durch, können den Angriff aber nicht zu Ende spielen. In den Folgeminuten gab es einige Fehlpässe und kleinere Fouls auf beiden Seiten, die den Spielfluss unterbanden. Beide Teams kamen zu Freistößen, die aber auf beiden Seiten nicht zu gefährlichen Torannäherungen führten. Nach einer Ecke in der 17. Spielminute war es erneut Kreyer, der am zweiten Pfosten auftauchte, dieser traf den Ball aber nicht richtig und schoss ihn in den Oberhausener Abendhimmel. Im Gegenzug holten die Gäste nach einem Konter einen Eckball raus, der gefährlich vor das Tor von Justin Heekeren kam. Der Bruder von England-Profi Christian Benteke, Jonathan Benteke war es, der die erste richtige Chance für die Gäste hatte.

Danach fand das Spiel hauptsächlich zwischen den Strafräumen statt, aber die Kleeblätter waren die aktivere Mannschaft und taten mehr für das Spiel. In der 32. Minute spielten die Hausherren dann mit Tempo mutig nach vorne und so war es wieder der auffällige Kreyer, der den nächsten Schuss auf das Tor der Gäste abgab, aber wieder war Stefan Zabel die Endstation. Nur zwei Minuten später war es dann Fabian Holthaus, der nach einer Ablage von Hüseyin Bulut zum Abschluss kam. Unter Bedrängnis konnte er den Ball aber nur einen Meter neben dem Tor platzieren. Wiederum zwei Zeigerumdrehungen später hatte der RWO die beste Chance des Spiels. Ein langer Ball erreichte wieder Bulut, der aber anstatt selbst zu schießen nochmal für Kreyer ablegte. Der Schuss des Stürmers wurde allerdings zur Ecke geblockt, die aber nichts einbrachte. Kurz vor der Pause schnappte sich Nils Winter noch einmal den Ball, ging in den Sechzehner, legte quer auf Bulut. Doch wieder war beim Abschluss ein Bein dazwischen. In der zweiminütigen Nachspielzeit vergab dann Holthaus die riesige Chance zur Führung. Nachdem Oubeyapwa den Ball aufs Tor brachte, konnte der Torhüter den Ball nur nach vorne abtropfen lassen, wo der Mittelfeldmann den Ball nicht richtig traf und so die letzte Chance auf die Pausenführung vergab. So blieb es zum Seitenwechsel beim torlosen Unentschieden.

Zu Beginn der zweiten Hälfte war es dann wieder der RWO, der besser ins Spiel startete. Nach einem Freistoß landete der Ball an der Hand von Maximilian Fischer, doch das Schiedsrichter-Kollektiv übersah dies in voller Gänze (47.). Nachdem dann aber auch die Gäste ins Spiel fanden, entschied sich Mike Terranova in der 53. Spielminute Anton Heinz für Nico Buckmaier zu bringen. Drei Minuten später bekam der eben eingewechselte Heinz auf der linken Seite den Ball, seine Flanke fand aber keinen rot-weißen Abnehmer und auch die anschließende Ecke blieb erfolglos.

Danach plätscherte die Partie ein wenig vor sich hin. Deshalb nahm Terra in der 63. Minute einen Doppelwechsel vor: Jerome Propheter und Vincent Boesen ersetzen Hüseyin Bulut und Fabian Holthaus. RWO verlagerte das Geschehen weiter nach vorne. Fünf Minuten später wurde Boesen dann erstmals steil geschickt, allerdings konnte er den Ball nicht mehr erlaufen. Kurze Zeit später hämmerte „Junior“ Oubeyapwa den Ball knapp am Giebel vorbei (64.). In der 76. Minute flog Boesen an einer Flanke von Heinz in der Mitte knapp vorbei – das wäre ein wuchtiger Flugkopfball geworden! Danach waren die Kleeblätter weiter bemüht, aber konnten sich eine richtig gefährliche Torchance herausspielen, deshalb nutze „Terra“ in der 86. Minute seine letzte Wechselmöglichkeit und brachte den offensiver ausgerichteten Jan-Lucas Dorow für Defensivspezialist Tanju Öztürk.

RWO wollte den Siegtreffer erzwingen: In der 90. Minute war es abermals Heinz, der einen Ball in die Mitte brachte, aber wieder war das Bein eines Gastes dazwischen und der Ball flog Zentimeter am Tor vorbei. In der Nachspielzeit bekam Oubeyapwa fünf Meter vor dem Sechzehner den Ball, doch wieder landete das Spielgerät ganz knapp neben den Kasten (90.+2).

Danach war Schluss im Stadion Niederrhein. Beide Mannschaften trennten sich mit einem 0:0-Unentschieden. Die Kleeblätter verpassten dadurch zwar den Sprung an die Tabellenspitze, doch die „Festung Stadion Niederrhein“ war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Darauf lässt sich aufbauen und Mut tanken für die kommenden Aufgaben, die allesamt zuhause stattfinden. Schon am Samstag geht es auf heimischem Geläuf weiter. Die nächste Hürde ist der SV Rödinghausen, der nach dem 2:0-Sieg beim SV Lippstadt 08 die Abstiegsränge verlassen hat und auf dem 14. Platz rangiert. Alle Infos zur Partie vom 8. Spieltag gibt es in den kommenden Tagen.

Das Schema

RWO: Heekeren – Winter, Stappmann, Klaß, Fassnacht – Holthaus (63. Propheter), Öztürk (86. Dorow) – Oubeyapwa, Buckmaier (53. Heinz), Bulut (63. Boesen) – Kreyer.

WEG: Zabel – Hühne, Weggen, Meurer – Allwicher, Wilms, Fischer (56. Kühnel), Fehr – Abdelkarim (23. Kleefisch, 74. Hasani), Bach, Benteke.

Schiedsrichter: Marcel Benkhoff (Ahaus).

Tore: Fehlanzeige.

Zuschauer: 1.741.

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