Interviewreihe

Ein Teil des Kleeblatts

Der nächste Mitarbeiter in der Interviewreihe „Ein Teil des Kleeblatts“  bei Rot-Weiß Oberhausen ist unser Zeugwart Helmut Bormann. Helmut ist 70 Jahre alt und schon seit 14 Jahren im Verein tätig.

Hallo Helmut, schön, dass du Dir Zeit nehmen konntest. Erkläre uns doch einmal, wie Deine Tätigkeit hier im Verein aussieht?

Helmut: Ich bin der Zeugwart im Verein. Wie der Name schon sagt, bin ich für das „Zeug“ verantwortlich, sprich Trikots, Schuhe, Jacken, eben die Kleidung der Spieler und Trainer. Des Weiteren sorge ich dafür, dass genügen Bälle für das Training zur Verfügung stehen.

Was sind Deine zentralen Aufgaben?

Helmut: Ich wasche die Kleidung der Spieler und lege die Sachen in der Kabine auf den richtigen Platz. Wenn wir auswärts spielen packe ich die Kisten, damit wir auch alles mitnehmen.

Wie sieht Dein Tagesablauf unter der Woche aus?

Helmut: Ich bin zwischen 7.30 Uhr und 10 Uhr morgens im Stadion, je nachdem wann das Training stattfindet. Ich wasche die Trainingskleidung und lege sie auf ihren Platz in der Kabine. Ich möchte immer fertig sein, bevor die ersten Spieler kommen. Nach Hause gehe ich, in der Regel gegen 17.30 Uhr. Das kann natürlich auch mal später werden.

Wie sieht dein Tagesablauf an Spieltagen aus?

Helmut: Die Spiele sind meist gegen 14 Uhr. Ich bin dann gegen 8 Uhr im Stadion und richte die Kabinen her, vielleicht wasche ich auch noch die eine oder andere Waschmaschine. An Spieltagen steht viel Arbeit an. Um circa 18 Uhr bin ich dann zuhause.

Was war Dein schönster RWO-Moment?

Helmut: Die zweite Liga ist ein schöner Moment gewesen. Es gab viele schöne Stadien, wo RWO vor vielen Zuschauern gespielt hat. Da ist jedes Spiel ein Highlight. Dazu gehört natürlich auch der Aufstieg.

Was war Dein traurigster RWO-Moment?

Helmut: Die beiden Abstiege hintereinander waren die traurigsten Momente. In Cottbus war der Abstieg damals endgültig. Da habe ich gestandene Männer weinen sehen. Das war mit Sicherheit der traurigste Moment.

Warum bist Du so gerne für RWO tätig?

Helmut: Ich bin seit meinem 10. Lebensjahr RWO-Fan. Ich war früher mit meinem Vater schon immer im Stadion. Außerdem habe ich in dem Verein schon vieles gemacht, war zum Beispiel mal Dachdecker. Eigentlich bin ich gelernter Konditor. Mit 54 wurde ich arbeitslos. Ich hatte dann viel Zeit und kam immer zum Training. Andreas Münker sagte mir dann, dass sie jemanden suchen. Nach einem Monat Probearbeiten bin ich geblieben. Ich hatte öfters schon den Gedanken gefasst aufzuhören. Am Ende der Saison ist es immer sehr nervenaufreibend. Letztlich bin ich aber geblieben.

Was wünscht Du Dir für die Zukunft im Verein?

Helmut: Ich wünsche mir, dass wir wieder aufsteigen. Ich glaube den Wunsch haben wir alle.

Wo siehst Du dich in 10 Jahren?

Helmut: Ich hoffe, dass ich in 10 Jahren die Spiele von der Emschertribüne verfolgen kann. Rot-Weiß Oberhausen wird immer ein wichtiger Teil in meinem Leben bleiben.

 

Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für die Zukunft.

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