REGIONALLIGA WEST | 4. SPIELTAG | #AACRWO

Alemannia Aachen – RW Oberhausen 1:3 (0:1)

Rot-Weiß Oberhausen kehrt mit drei Punkten vom Auswärtsspiel bei Alemannia Aachen zurück. Sven Kreyer, Shaibou Oubeyapwa und Tim Stappmann waren die Oberhausener Torschützen beim 3:1 (1:0)-Erfolg auf dem Tivoli. Jannik Mause erzielte den Treffer für die Hausherren per Foulelfmeter.

Die Ausgangslage

Die erste Englische Woche der Saison steht vor dem Abschluss. Nach der Niederlage in Wiedenbrück (0:1), dem Arbeitssieg gegen die U21 des 1. FC Köln (1:0) soll nun wieder ein Erfolgserlebnis und somit Balsam für die rot-weiße Seele her. Da kommt eine angeschlagene Aachener Alemannia gerade recht. Doch Cheftrainer Mike Terranova warnt sein Team davor, den Kampf auf dem Tivoli nicht anzunehmen, um möglichst nicht als Aachener Trendwende zu fungieren.

Das Spiel

Rot-Weiß hat sich viel vorgenommen. Sowohl auf dem Rasen als auch auf den Rängen machten die Kleeblätter mächtig Stimmung. Bereits nach zwölf Minuten verpasste Sven Kreyer die erste Einschussmöglichkeit. Sein erster Versuch landete knapp neben dem Tor.  Fünf Zeigerumdrehungen später sah Torhüter Justin Heekeren, dass sich Hüseyin Bulut auf den Weg in Richtung Aachener Strafraum machte. Der Ball landete beim Flügelflitzer, doch sein Abschluss landete an der Querlatte (17.). RWO war gut im Spiel und das dominante Team. Rund zehn Minuten später wurde Jan-Lucas Dorow nach einem Zuspiel von Tanju Öztürk freigespielt, allerdings bekam ein Aachener Verteidiger noch ein Bein dazwischen (26.). Bis auf den Abschluss klappte bei den Gästen alles. Auch die „lange Melodie“ von Heekeren auf den pfeilschnellen Bulut gelang ein weiteres Mal. Diesmal sah er, dass Alemannia-Keeper Joshua Mroß aus seinem Tor eilte. Mit einem Kopfball wollte Bulut Mroß überlisten, doch der aufmerksame Schlussmann bekam noch eine Hand an den Ball und verhinderte die mittlerweile verdiente Gästeführung (32.). Auch drei Minuten später war der 24-Jährige Sieger im Duell mit Jerome Propheter (35.). Der RWO-Kapitän wurde zuvor von Dorow und Oubeyapwa sehenswert in Szene gesetzt. Und während sich alle mit dem torlosen Unentschieden zur Pause abfanden, hatte Sven Kreyer noch eine Idee: mit dem rechten Fuß ließ er einen Gegenspieler ins Leere rutschen, mit dem Linken zirkelte er den Ball gefühlvoll zum 1:0 in den linken Torwinkel (45.). Dafür muss man auf der Konsole lange trainieren!

Mit der verdienten Führung im Rücken kehrte die Terranova-Elf zum zweiten Durchgang auf den Rasen zurück – und ließ es erstmal ruhig angehen. Das gefiel den Hausherren ein wenig. Aachens Cheftrainer Patrick Helmes ordnete mehr Druck an – mit einem Teilerfolg! Die ersten 20 Minuten ließ Rot-Weiß die Aachener gewähren. Das Resultat: Die erste Ecke für die Aachener nach 65 gespielten Minuten. Kurz zuvor hatte die Anzeigetafel im Stadion die RWO-Dominanz durch das Eckenverhältnis von 9:0 bereits angezeigt. In Toren schlug sie erst in der 70. Minute zu Protokoll. Fabian Holthaus eroberte den Ball im Mittelfeld, bediente Kreyer und der sah den mitgelaufenen Oubeyapwa. Für "Junior" war das 2:0 in diesem Moment reine Formsache, für die rund 200 mitgereisten Oberhausener der zweite Grund zu feiern. Der dritte Grund folgte nach einer Hereingabe von Anton Heinz in der 79. Minute. Da stand Tim Stappmann goldrichtig und besorgte per Kopf das vorentscheidende 3:0. Auch an der letzten Szene war der eingewechselte Innenverteidiger beteiligt. Bei einem Zweikampf im eigenen Strafraum konnte „Stappi“ Jannik Mause nur mit einem Trikotzupfer aus der Fassung bringen. Schiedsrichter Felix Weller sah das Textilvergehen und entscheid auf Strafstoß. Den verwandelte der Gefoulte selbst zum 1:3-Endstand (84.).

Unter dem Strich fahren die Kleeblätter verdient die drei Punkte ein. Seit 2013 war es die erste rot-weiße Siegesparty am Aachener Tivoli. Aber im Hier und Jetzt bedeutet der dritte Saisonsieg den dritten Tabellenplatz hinter Fortuna Düsseldorfs Zweitvertretung und der U21 des 1. FC Köln. Am kommenden Samstag gastiert die U23 von Borussia Mönchengladbach im Stadion Niederrhein. Alle Infos zum Niederrhein-Derby folgen in den nächsten Tagen.

Das Schema

AAC: Mroß – Hackenberg, Bajric (85. Uphoff), Wilton – Held, Gartner (53. Falaye), Dej, Fezullahu, Damaschek – Mause (90. Schiffer), Buchheister (73. Dahmani).

RWO: Heekeren – Winter, Öztürk, Klaß, Fassnacht – Holthaus (82. Lenges) – Oubeyapwa, Dorow (65. Stappmann), Propheter (70. Heinz), Bulut (70. Buckmaier) – Kreyer.

Schiedsrichter: Felix Weller.

Tore: 0:1 Kreyer (45.), 0:2 Oubeyapwa (70.), 0:3 Stappmann (79.), 1:3 Mause (84.).

Zuschauer: 4.400.

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