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06.04.2012 Unser nächster Gegner: VfR Aalen So erfolgreich wie "Die Fischer von San Juan"? Wie man einen Hit produziert, das weiß ein Aalener ganz genau. Tommy Steiner nämlich. Der in der siebtgrößten Stadt Baden-Württembergs geborene Schlagersänger und Komponist feierte mit Liedern wie „Die Fischer von San Juan“, „Das Märchen von Rhodos“ oder „Insel im Wind“ bereits vor Jahren einige Erfolge in den deutschen Charts.
Wie es mit der Sangeskunst von Ralph Hasenhüttl bestellt ist, ist unbekannt. Aber der 44-jährige Österreicher ist auf jeden Fall als Trainer des VfR Aalen ein Hit.
Als der 1,91 Meter große ehemalige Stürmer, der in den 1990er-Jahren mit Austria Wien und Austria Salzburg insgesamt vier Mal Österreichischer Meister und drei Mal Pokalsieger geworden war, im Januar 2011 das Trainer-Amt in der Ostalb übernahm, drohte dem VfR als Tabellenvorletzter der damaligen Drittliga-Tabelle der Absturz in die Viertklassigkeit.
Doch unter der Regie des achtmaligen österreichischen Nationalspielers gelang Aalen noch der Sprung ans rettende Ufer, von wo aus die Schwarz-Weißen in dieser Saison in Richtung Zweitliga-Aufstieg stachen.
Trotz der jüngsten 0:2-Heimniederlage im Spitzenspiel gegen den Verfolger Chemnitzer FC hat der VfR Aalen, der in den restlichen Partien mit RWO, Jena, Babelsberg, Bremen, Stuttgart und Osnabrück fast nur noch auf Keller-Kinder trifft, als Tabellenzweiter alle Aufstiegs-Karten selbst in der Hand.
Größter Trumpf im Zweitliga-Poker ist Robert Lechleiter. Der 31-jährige Stürmer ist gemeinsam mit Erfurts Marchel Reichwein (beide je 14 Tore) zurzeit der treffsicherste Spieler der 3. Liga. So viele Tore konnte der schon für Unterhaching und Rostock stürmende Rosenheimer in einer Saison noch nie erzielen. Kein Wunder, dass bei dieser Treffsicherheit der VfR Aalen mit stolzen 24 Punkten aktuell die auswärtsstärkste Mannschaft der 3. Liga stellt.
Durch den 3:1-Erfolg beim SV Wehen Wiesbaden am 28. Januar dieses Jahres war der VfR erstmals in dieser Saison auf einen Aufstiegsplatz geklettert und hatte sogar die Tabellenspitze übernommen. Die Führung im Gesamtklassement sind die Schwarz-Weißen zurzeit zwar los, aber zumindest Rang zwei will die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl bis zum Saisonende verteidigen.
Wenn das gelingt, dann würde ganz Aalen bestimmt mit Tommy Steiner dessen Hit „So schön wird’s nie wieder sein“ anstimmen... |