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Schade! U17 muss nachsitzen
10.06.2012
Relegation: SC Kapellen-Erft - RWO-U17 2:1 (1:0)
Schade! U17 muss nachsitzen
Am Ende hat es nicht ganz gereicht. Die U17 des SC Rot-Weiß Oberhausen unterlag im Rückspiel der Relegation zur B-Junioren-Bundesliga beim SC Kapellen-Erft mit 2:1 (1:0) und verpassten nach dem 2:0-Sieg im Hinspiel zunächst den Aufstieg. Die endgültige Entscheidung fällt nun in einem dritten Spiel auf neutralem Platz.

Schnell wurde klar das die Mannschaft von Trainer Marcel Pomplun nicht nahtlos an die Klasseleistung der Vorwoche würde anknüpfen können. Die Gastgeber waren in der Defensive deutlich aufmerksamer und störten das Oberhausener Angriffsspiel gekonnt. Das dies trotz eklatanter Schwächen im Offensivspiel reichte um die technisch versierteren "Kleeblätter" zu besiegen müssen sich die Rot-Weißen selber ankreiden.



Etwas mehr als zwanzig Minuten waren gespielt, da musste RWO den ersten derben Rückschlag hinnehmen. Die Gastgeber, die sich bis dahin praktisch auf das Spiel gegen den Ball beschränkt hatten, nutzten einen dicken Schnitzer in der RWO-Verteidigung zur Führung (21.). Nun brauchte die Pomplun-Elf ein Tor und erhöhte entsprechend den Druck, doch die sonst so spielstarke Offensive agierte überhastet und unkonzentriert, leistete sich viele unnötige Abspielfehler und ließ sich von Kapellen immer wieder aus dem Rythmus bringen.



Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den 400 Zuschauern ein ähnliches Bild mit zunehmend wütenden aber auch immer kopfloser anrennenden "Kleeblättern". Die Kapellener Mannschaft beschränkte sicher weiterhin auf ihre Stärken, RWO fand scheinbar kein Mittel um das so dringend benötigte eine Tor zu erzielen.



In der 77. Minute kippte die bis dahin schon hektische Partie dann vollends in Chaos. Zunächst Jubel auf rot-weißer Seite: Sandro Garcia-Melian drückte den Ball nach einer flachen Hereingabe endlich über die Linie. 1:1. Das hätte für den Aufstieg gereicht.



Warum der Linienrichter mit einiger Verzögerung wegen angeblicher Abseitsstellung die Fahne hob wird sein Geheimnis bleiben. Als der Schiedsrichter dem Hinweis seines Assistenten folgte und das Tor nicht anerkennen wollte, brannten einigen RWO-Spielern die Sicherungen durch. Wütende Proteste auf und neben dem Platz, die schließlich mit einem Platzverweis für Sergen Sezen quittiert wurden. Das Tor gab der selten souveräne Schiedsrichter dann doch, alle Aufregung für nichts und wieder nichts.



Der Spielfluß war nach all der Aufregung natürlich dahin, die Gemüter dagegen erhitzt. Mit zwei Zeitstrafen gegen Daniel Scholz und Joel Galoska dezimierten sich die Rot-Weißen dann in der Schlußphase selber und luden die Gastgeber förmlich ein kurz vor dem Ende den 2:1-Siegtreffer zu markieren.



„Wir hatten unsere Nerven nicht im Griff, das muss man leider ganz klar so sagen“, so ein enttäuschter Trainer Marcel Pomplun nach der Partie. Dabei hatte der Coach die ganze Woche lang davor gewarnt sich von der aufgeheizten Stimmung nicht anstecken zu lassen und einen kühlen Kopf zu bewahren.



Das entscheidende dritte Spiel wird vom Fußballverband Niederrhein kurzfristig terminiert und noch in dieser Woche ausgetragen.

RWO-U17: Metz; Jahny, Demirci, Jürgensen, Riebling, Gürbüz, Garcia-Melian, Arslan (62. Galoska, 79. Haar), S. Sezen, B. Sezen, Scholz
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